29.20 #Rezension post mortem Vom Niedergang einer Stilikone und dem ja panischen Essensschnips

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Tommy T. Tulip, Entrepreneur, Schürzenträger - gerichtspunkte.de Drink. Eat. Drum. Sleep. Repeat.

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Japanische Küche in Berlin und #ausdieMaus

Daitokai (Berlin/Köln) Die Geschäftsleitung der zwei Häuser namens Daitokai in Berlin (Europa-Center) und Köln hat die Entscheidung getroffen, beide Häuser mit Wirkung ab dem 29. September 2019 zu schließen, hieß es kürzlich auf der inzwischen außer Betrieb genommenen Website. Mehr werden wir nicht erfahren, ist zu vermuten. Die Betreibergesellschaft JFC GmbH ist in Liquidation gegangen. Gute Erinnerungen veranlassen mich zu notieren.

Ich war möglicherweise fünf bis sechs Mal dort essen, vor langer Zeit. Eine Zeit war es sehr hip. Inzwischen hat sich in der asiatischen Küche viel getan, und doch hatte das Daitokai immer eine Art Alleinstellungsmerkmal. Bspw. dieses am Tisch zubereiten durch messerschwingende Köche, Showtanz auf hohem Niveau. Der Höhepunkt: Das Garnelen werfen! Das Filet schnipsen!

Wenn es richtig voll war, stand im gesamten Restaurant ein wabernder Wrasen vom Kochgeruch. Man konnte den Gast im Daitokai auch nach seiner Rückkehr zuhause noch am Geruch erkennen. Immer fester Bestandteil: Ein Hauch einer Prise Kikkoman.

Edit: Heutzutage wird ein Restaurant wie das Daitokai nicht fehlen, da es genügend Ausweichmöglichkeiten gibt, darunter auch ganz Vorzügliche.

Am Ende war es im Daitokai schon immer so, dass man die gesparten Notgroschen für die fest eingeplanten schlechten Zeiten mit Senatsreserven aus gekochtem Pökelfleisch für den Besuch plündern musste und was mit Senatsreserve für 3 Monate Atomkrieg eingeplant war, konnte man dort in weniger als einer Stunde verprassen. Bzw. verfuttern. Das Restaurant hatte stets sehr gute Vibes.

Allerdings dauerten die Besuche dort stets mindestens zwei.

Am Ende bleibt asiatische Höflichkeit, jedoch von Herzen: Danke an die Betreiber dieses guten Lokals und für all die schönen Erlebnisse, die ich früher dort genießen konnte. Man ging ins Daitokai stets zu besonderen Anlässen und war dort exakt vortrefflich aufgehoben. Und hoffte insgeheim, dort dem international geächteten Schurken Francisco Scaramanga zu begegnen. Hier gegessen zu haben, das war das Gegenteil des berühmten  polnischen Abgangs: Ich bin The Man with the golden gone.

#Erinnerungen #Daitokai

Tulip Press Agency #TPA 150 Pixel

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26.19 #Rezension Das Restaurant Taleh Thai, Käthe-Niederkirchner-Str. 14, 10407 Berlin (5 Sterne)

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5/5 Stern(n) #Bewertung

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#Yelp #Abschiet #Tschüss #Goodbye

#Yelp #Abschiet #Tschüss #Goodbye

Website talehthai.de
Telefonnummer 030 42851030
Käthe-Niederkirchner-Str. 14
10407 Berlin

Inzwischen haben Bewertungsportale wie bspw. Yelp eine wichtige Stellung. Allerdings schreiben dort auch Hirnis, zuweilen.

Man nutzt das Smartphone und fragt sich, wo kann ich hier in der Gegend gut essen gehen? Auf diese Frage weiß Yelp immer Antwort. Dabei knödeln schlechte, hundsmiserable und großartige Rezensenten auf dem Portal herum. Der Leser muss nun entscheiden: Ist dieser Quark überhaupt relevant?

Hier im Taleh Thai fällt besonders auf: Wenn ein Gast irgendeinen Unsinn geschrieben hat, scheut sich das Personal nicht, lustige, manchmal ziemlich alberne Gegenantworten in die Kommentare zu schreiben. So wird aus dem Dust Goldstaub. Auf diese Art zur Witzigkeit gedrängt, fand auch ich den Weg hierhin. Wer so frech kontert? – Und davon ab: Man kann hier wirklich gut essen.

Punkt.

 

Diese Bewertung stammt aus dem Mai 2017 vom Bewertungsportal Yelp. Nachdem ich dort den virtuellen Hut nahm und leise Abschiet brubbelte, übernehme ich nun infolgedessen sämtliche hochwertigen, einzigartigen und so auch wieder noch nicht gesehenen Rezensionen meinerseits und huste hier ab. Habt Ihr schon gehört? Die Geschmäcker sind verschieden. Ruhet in Frieden, Geschmäcker.

25.19 #Rezension Im Restaurant Der Seehof in Rheinsberg zu essen

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Der Seehof ist vielfältig. Ich betrachte nur das Restaurant. Und das ausgesprochen gern. Ich komme häufig in dieses Restaurant, wenn ich mal gut und viel besser als im Durchschnitt der lokalen Essmöglichkeiten essen will. Dabei sind die Portionen nicht zu happig bemessen. Es geht hier nicht ums Essen fassen, sondern um Geschmack, Wohlklang und Harmonie des Tellerensembles. Wie in einem guten Lautenorchester muss jeder Ton (in Ton) stimmen.

Wir essen Kabeljau an einem grünen Pürée mit Spinateinschüssen und Flusskrebsen.
Bzw. Ochsenbäckchen an Spitzkohl mit Serviettenknödeln. Letztere bestelle ich ab: Ich will Salzkartoffeln.

Wie man möglicherweise bereits dem zur Verfügung gestellten Fotomaterial entnehmen kann, lässt das Essen keine Wünsche offen. Wir sind rundum zufrieden und haben auch nichts anderes erwartet. Sehr lecker, stimmig, passt.

Der Seehof ist empfehlenswert mit bester Bewertung.
Alles andere käme diesem Platz mit schauem Innenhofambiente open air (sommersüber) und dichte bei den Wässern am Rheinsberg See nicht gerecht. Und gerecht lebt sich’s am besten.

(Die Bewertung wurde am 28.08. auf Golocal veröffentlicht.)

21.19 #Rezension: Thailändischer Essversuch in Regensburg im Rambutan – Die Geschmäcker sind verschieden. Ruhet in Frieden, Geschmäcker!

#Yelp #Abschiet #Tschüss #Goodbye

#Yelp #Abschiet #Tschüss #Goodbye

Neulich beim Asia
„Ich nehme einmal Huhn.“
„Chicken?“
„Nein, zum hier essen!“

Aber jetzt zu was ganz anderem:
Da ich grundsätzlich keine Verrisse schreibe, muss ich für einen solchen eine Ausnahme machen, wenn ich davon abweichen will. Das war so eine.

Man soll ein Restaurant nicht führen und Thai drüber schreiben, wenn es nicht Thai isst. Also weder Gast und Gästin noch Personal. Vielleicht ist es Koala Pumpur, also Thai ist es nicht.

Denn dann heißt es zwar so, zum Beispiel Yam Nueah (thailändischer Rindfleischsalat), aber der muss lecker schmecken. Das geht, wenn die Saucierung stimmt: Pla (Fischsauce) salzig, Limette (sauer), Chili (scharf), Knoblauch, Kräuter. Überhaupt: Kräuter, sagen wir Koriandergrün.

Und hier? Niente, nothing, nada. Es ist ein bisserl Fischsauce dran und die ist arg salzig. Vermutlich ist es die für 0,79 €/Flasche (0,7), ja die ist so salzig, dass man danach keine Stange Wasser abschlagen möchte. Und Durst hat wie ein belgischer Hirtenhund.

Nein – und hier nochmal ganz deutlich – die Noblesse der thailändischen Küche brauchen wir hier nicht zu erwarten. Ich bin nicht aus Regensburg und wäre ich von hier, hätte ich den Verriss nicht geschrieben. Aber aus der Ferne: Wohl bekomms. Vielleicht komme ich nochmal wieder, nach Regensburg. Nicht ins Rambutan.

Ich habe mir nicht umsonst eine Spickliste guter, angesagter Restaurants geben lassen. Ach, wäre ich doch mit Zeit gesegnet gewesen und dorthin gegangen.

Danke schön #Thai #Khopkhunkhap

Danke schön #Thai #Khopkhunkhap

 

Diese Bewertung stammt aus dem Januar 2019 vom Bewertungsportal Yelp. Nachdem ich dort den virtuellen Hut nahm und leise Abschiet brubbelte, übernehme ich nun infolgedessen sämtliche hochwertigen, einzigartigen und so auch wieder noch nicht gesehenen Rezensionen meinerseits und huste hier ab. Habt Ihr schon gehört? Die Geschmäcker sind verschieden. Ruhet in Frieden, Geschmäcker.

19.19: #Rezension: Die Broiler Bar am Fuße vom Hotel Neptun, Warnemünde (Rostock)

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5/5 Stern(n) #Bewertung

5/5 Stern(n) #Bewertung

Bewertung (5/5 Sternen) #deluxe

Wie, indisch Huhn?
Wollen Chicken?
Nein, nicht schicken,
ich ess hier.
(Kentucky Fried Chicken, neulich)

Ich hatte in 17.19 bereits angekündigt, dass ich die Broiler Bar am Strand von Warnemünde in den Fokus genommen habe und eine Kurzbetestung persönlich durchführen möchte. Wo ein Wille ist, liegt auch kein Problem im Weg dieses Vorhabens. Es ist passiert. Nicht die Tomate. Sondern der Besuch.

Die Broiler Bar stand auf der Reiseliste zum Wochenende ganz oben drauf als „Grund“, warum wir uns am Samstag auf den Weg nach klassisch Warnemünde gemacht haben. Natürlich nimmt man bei Gelegenheit Goldbroiler gespoilerter SAMStage (Auszeiten) eine Mütze voll Ostseesand als Schlafrest mit, leichte Sandschneeverwehungen, Sonnenbrand auf der Sonnenseite des Liegens und Kuchen von der Tortentheke vom Konditor Röntgen, dem Küchenfeinschmecker unseres Vertrauens. Ferner an der Tischtheke ein Fischbrötchen (nicht bei Gosch, sagt R. mit „ie“) und in der Strandoase einen Gurkentrunk mit Limetteconotation. Fünf Sterne für den Goldbroiler à la DDR und die Geschichten dazu vom originalen DDR-Bürger (Annekdoten: Geschichten von vor dem Zwangsanschluss durch Eingemeindung in die Be Err Dee), wie sie Manfred Krug als Geschichten aus der Täterää beschrieb. Richtig: Es gibt noch richtig Orginale. Geil. Günstiger Goldbroiler.

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