30.20 #Rezeptideen – Sauft Wasser wie das liebe Vieh und denkt, es wär Krambambuli (8 Liter Gemüseplörre zum Trinken)

Icon #Rezeptideen

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KILNER | VINTAGE Getränkespender 5/8 Liter (Produktfoto Hersteller, Nachbearbeitung) #TTT #Tulipstagram

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Kein Wacholderschnaps! #Krambambuli #TTT #Tulipstagram

Kein Wacholderschnaps! #Krambambuli #TTT #Tulipstagram

Ich singe. Steht mir bey, ihr Musen.
Apollo stimm das heischre Rohr,
begeistre mich, entflamm den Busen,
spiel nur ein Probestückchen vor.
Gieb mir den Stoff, die Melodie
zum herrlichen Krambambuli.

Christoph Friedrich Wedekind (1745) aka Crescentius Coromandel

Jeder hat schon mal gelacht, nur noch nicht über alles. Deswegen: Es folgen nun zwei Teile Lesestoff, das bildet: Die Kür ist mein Erfahrungsbericht. Die Challenge ist die Bitte an den geneigten Leser, mit Vorschlägen in weltbewegenden Kommentaren die Welt ein Stück zu verbessern. Insgeheim hoffe ich auf eine Art Internett, das über das bloße Digitalbildchen teilen weit hinausgeht. Ihr wisst schon: Nettzwergen! Nette Idee?

In aller Kürze vorweg: Häufig haben wir für eine einfache Sache Wortfindungsstörungen so wie beim abendlichen Familien-Scrabble (bekannt ist “der Schwanzhund” – Loriot – RIP). Die einfachste Sache kann keinen klaren Namen haben. Wie die Band ohne Namen. Oder dies Kundentrenndings an der Supermarktkasse. Man muss danach erst suchen: Wie soll man zu einem Mixgetränk aus Wasser und unterschiedlichen Zutaten sagen?

Home browen by Tulip oder performed limonade out of the sewcase (Nähkästchen)? Wasserplörre vom gemüsigen Fruchtfleisch?

Oder wie der saarländische Gastronomiekritiker Rolf Klöckner entsätzt (sprachlos) sichtete und es als braune Plörre bezeichnete, ein seiner Meinung nach widerlich rassistisch bezeichnetes Dunkelbier namens Black Bitch. Viel schlimmer aber ist: Das Bierimperium schlug zurück. Im Rechtsstreit mit dem vermeintlichen Brau(n)haus über die Biermarke“Black Bitch” entschied das saarländische Landgericht, man dürfe Black Bitch nicht eine braune Plörre nennen. Bei Interesse verfolgt Klöckners Kampf gegen rassistisch anmutende Produktnamen. Ich trink schon mal nen eisgekühlten Plörrelunder auf Rolf, den aufrechten Recken. Ganz so wie Udo Lindenberg, der aktuell gegen Tönnies Massenschlachtfleisch (Er macht sein Ding.) beckmessert, zu recht. Auf Rolf und Udo: Plörrelunder eisgekühlt.

Unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits, dessen Ende im gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht klar kommuniziert wurde, hat das Brauhaus damit keinen Gefallen getan. Bekanntlich ist jede Erwähnung positiv wie negativ ein Aufmerksamkeitscluster. Schon erwägt der Brauhauschef, die Plörre umzubenennen. Richtig so. Der bereits bekannte Entwurf des neuen Namens ist allerdings nicht gescheiter. Pardon, aber eventuell gescheiterter.

 

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14.19: Kritik: Club Mate

Club Mate (Rückenschild, Lebensmittelkennzeichnung) #Clubmate #Zuckerwasser #Reagenzglaskultur

Club Mate (Rückenschild, Lebensmittelkennzeichnung) #Clubmate #Zuckerwasser #Reagenzglaskultur

Ich höre allerorten, bei den Kids steht Club Mate ganz oben auf der Drinklist des Unverzichtbaren.

Das konnte ich bislang noch nicht verstehen. Probiert hab ich das. Es schmeckt mir nicht. Die Geschmäcker sind verschieden. Dabei gibt sich der Hersteller des Kulturgetränks redlich Mühe, sein Produkt shiny und super fluffig darzustellen. Neulich habe ich nochmal versucht, man kann sich ja auch irren.

Es gibt eine Club Mate-Getränkmischung mit Granatapfel. Schön rot. Allerdings ist auch das Etikett auf der Flaschenrückseite schon aufschlussreich, warum diese schöne rote Farbe erzielt wird. Außerdem ist zu besorgen, dass man den Geschmack von Granatapfel so richtig auch nicht herausschmeckt. Es ist schon wieder so linksdrehende Matesäure, für mich.

Warum ich das Etikett überhaupt fotografiert habe: Mir sieht das ganze Getränk so aus, wie eine hoch reagenzglaskompatible Brausebrühe, schön aufgekühlt, mit dem Geschmack von Matetee, erlebnisbitter, aber von Zucker dominiert. Hiergegen und gegen den ganzen Eindruck, den ich als nicht professioneller User (und Trinker) habe, stören regelrecht diese sogar in rot aufgedruckten Boheis, mit denen einem das Selbstverständliche noch als Vorteil angepriesen wird. Mag sein, dass man Berufsjugendliche damit einfängt.

Mich stoßen diese Aufschriften nun richtig und damit endgültig ab, ich kann sie nur noch verreißen: „alkoholfrei, laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch, vegan“ und in Fettdruck „hergestellt mit erneuerbaren Energien“ – Jetzt muss ich laut aufstoßen, ich glaub, man nennt das rülpsen.

Au weia. Volle Panne.