#83/24 – #Foto – Vom Versuch, fleischloser zu leben #Fleischesslust

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#VegetarianFood #gerichtspunkteDE #TTT #Tulipstagram
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Ich kann nicht immer
aber durchaus häufiger inzwischen und das freut mich
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Ich möchte abschließend Gedanken hinstellen, auch zur Beantwortung von Fragen. Es ist mir erstens bewusst, dass das Verzehren von Tierteilen eins der ganz großen Übel in einer inzwischen stark überbevölkerten Welt ist und die Tierproduktion ein perverser Auswuchs dessen ist. An diesem möchte ich möglichst nicht beteiligt sein.

Zweitens hat sich mein Leben seit meiner Geburt sehr stark verändert. In den Sechziger/Siebziger Jahren war Fleisch die Ausnahme und galt als besonders gut zu essen. Zu Gelegenheiten wie Freitag Fisch und am Wochenende. Da war Fleisch etwas Besonderes. Inzwischen ist Fleisch supermarktisiert für jeden kleinsten Anlass verfügbar und abgepackt, stammt aus Massentierhaltung und kostet 1,99 EUR/das Kilo (ich weiß es jetzt nicht ganz genau, denn solches Fleisch kaufe ich auch nicht).

Man sieht regelmäßig zu dicke, meist ärmliche Menschen von schlechteren sozialen Niveaus her, die solche Massenware päckchenweise kaufen. Das meine ich nicht herabsetzend. Dieselben essen auch alles mögliche Industrieerzeugte, wie z.B. Chicken Wings und Dosenfood. Wie widert mich eine solche Ernährungsweise an. Selbst kochen ist ein hohes Gut.

Drittens: Indem ich versuche, mich zu „entfleischen“, will ich wieder weniger Fleisch verzehren. Ich bin aber kein Junkie auf Drogenentzug (Cold Turkey, toter Truthahn). Indem ich mich umgewöhne, kann ich Schritt für Schritt noch mehr auf Fleisch verzichten. Meine Gedanken kreisen aber nicht ständig um Fleisch. Ich möchte und werde auch keinen Mangel zulassen, heute mal auf Fleisch zu verzichten. Ich brauche dringend unfleischliche Küche. Vorschläge, Fleischgeschmack hinzuzufügen, lehne ich kategorisch ab, wenn ich fleischlos esse. Ich esse also fleischlos. Oder ich esse Fleisch. Beides hat seine Berechtigung. – Würden ALLE Menschen weltweit zu einer Ernährung wie früher zurückkehren, hätten wir kein Problem mit Massentierhaltung mehr. Es würde gar nicht mehr nachgefragt werden.

(Disclaimer) Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Klugscheißer. Ich habe keine Patentrezepte, aber einige Kochrezepte. – Ich will niemanden belehren und rede hier ausschließlich nur von mir. Das kannst Du lesen, aber rede mir in meine Weltsicht nicht hinein. Für mich ist sie so richtig. Du kannst es anders tun. Du könntest der Welt allerdings einen Gefallen tun: Du kannst den Fleischverzehr drastisch einschränken und das wäre sehr gut, wenn Du das tust. Punkt. Komma, Strich. Ende Gelände.

14.19: Kritik: Club Mate

Club Mate (Rückenschild, Lebensmittelkennzeichnung) #Clubmate #Zuckerwasser #Reagenzglaskultur
Club Mate (Rückenschild, Lebensmittelkennzeichnung) #Clubmate #Zuckerwasser #Reagenzglaskultur

Ich höre allerorten, bei den Kids steht Club Mate ganz oben auf der Drinklist des Unverzichtbaren.

Das konnte ich bislang noch nicht verstehen. Probiert hab ich das. Es schmeckt mir nicht. Die Geschmäcker sind verschieden. Dabei gibt sich der Hersteller des Kulturgetränks redlich Mühe, sein Produkt shiny und super fluffig darzustellen. Neulich habe ich nochmal versucht, man kann sich ja auch irren.

Es gibt eine Club Mate-Getränkmischung mit Granatapfel. Schön rot. Allerdings ist auch das Etikett auf der Flaschenrückseite schon aufschlussreich, warum diese schöne rote Farbe erzielt wird. Außerdem ist zu besorgen, dass man den Geschmack von Granatapfel so richtig auch nicht herausschmeckt. Es ist schon wieder so linksdrehende Matesäure, für mich.

Warum ich das Etikett überhaupt fotografiert habe: Mir sieht das ganze Getränk so aus, wie eine hoch reagenzglaskompatible Brausebrühe, schön aufgekühlt, mit dem Geschmack von Matetee, erlebnisbitter, aber von Zucker dominiert. Hiergegen und gegen den ganzen Eindruck, den ich als nicht professioneller User (und Trinker) habe, stören regelrecht diese sogar in rot aufgedruckten Boheis, mit denen einem das Selbstverständliche noch als Vorteil angepriesen wird. Mag sein, dass man Berufsjugendliche damit einfängt.

Mich stoßen diese Aufschriften nun richtig und damit endgültig ab, ich kann sie nur noch verreißen: „alkoholfrei, laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch, vegan“ und in Fettdruck „hergestellt mit erneuerbaren Energien“ – Jetzt muss ich laut aufstoßen, ich glaub, man nennt das rülpsen.

Au weia. Volle Panne.