330/17: Essen gehen: Es ist zu spät zum Hering essen in Zechlinerhütte am Bikowsee – Die Sache ist gelaufen. Mit gutem Erfolg.

#Heringsfest #Fasssauna #HausAmBikowsee #Zechlinerhütte

Am Wochenende vom 18. März 2017 stand im brandenburgischen Zechlinerhütte die Gefolgschaft unter Fischers Fuchtel.

Das Haus am Bikowsee hatte zum Heringsfest offiziell geladen. Eine halbe Tonne Hering von der Küste karrte man in das unweit von Rheinsberg gelegene, beliebte Ausflugsziel (Zielgruppe Gott und die Welt) ran: Hering satt. Jeder Besucher 10,- €, schließlich müssen die Kosten des Fischspektakels gedeckt sein. Sättigungsbeilage? Kartoffeln. Nun war es gut besucht und mit etwas gutem Willen und ordentlich Hunger ließ sich die Sache gut angehen, auch wenn es mächtig stürmte. Nennt man das Frühjahrswinde?

Vom Winde verweht. Auf der Zunge zergeht … Fisch von der Küste…, den hier heute alle sehr schätzen. Im Bild zu sehen ist Räucherrollmops, der nicht säuerlich, sondern rauchfarben schmeckt und irgendwie schwanger. Rauchgeschwängert, vom Holz, geräuchert im Smoker. Wie nennt man das, wenn der Smoker aufgemacht wird und Rauch quillt übers ganze Grundstück und verzieht sich Richtung Bikowsee?

Bange machen gilt nicht. Und richtig: Smoke On The Water. Wir stehen am Ufer und headbangen, vor Vergnügen. Dies Wetter hier draußen, es hat noch Konturen, Ecken und Kanten. Paar Andere quietschen. Die Schwarzgepunkteten, paar Schweine, hinten im Gatter, die auch: Vor Lebensfreude. Das einfachste Gitarrenrockstück der Weltmusikkulturgeschichte einer Band namens Deep Purple. So bisserl purplefarben ist auch das Heringsinnere, wenn man ihn aufschneidet, von innen, es ist eine Freude.

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Friedrich, der Große, Kaffeeliebhaber (Unnützes Wissen)

318/15: Gastritik: QoolBeans – Eine kuhle Bohne, ein ätherischer Platz und ein freundlicher TomTom als Gastronavi

QoolBeans: Walter-Schreiber-Platz 1, 12161 Berlin-Steglitz (Schloßstraßencenter)

Qool Kaffee - Legga!

Kaffee [ˈkafe, kaˈfeː] (türk. kahve aus arab. قهوة‎ qahwa „anregendes Getränk“, ursprünglich auch „Wein“, mit Anlehnung an die Ursprungsregion Kaffa) ist ein schwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Heißgetränk aus gerösteten, gemahlenen Kaffeebohnen und heißem Wasser

Freundlicher Mann ist Tom und bereits vor Eröffnung ist auch schon was los. Zwischen Weihnachten und Neujahr 2016 schon Vorgeplänkel. Hier am Platz war Einstein Café Hirsch, zum 02.01. hat Tom den Standort übernommen.

Auf Facebook gibt es schon eine Seite, die man via @QoolBean finden kann.

Wir waren hier unterwegs zwischen den Tagen und haben schon mal Kaffee genossen. Für den gab es über den Platz Einstein Café meinerseits fünf Sterne. Auch für die Bedienkraft, die mit seltsamen doppelten Verneinungen (eben weiblich) erklärt: Die Tasse vorn ist die mit der nicht laktosefreien Milch. Äh? Ah ja, und fort ist die bleierne Müdigkeit, ein bisserl rätseln, ein bisserl knobeln: Geht doch.

Die fünf Sterne kommen bei Tom ziemlich schnell an, er ist gut vernetzt, ich war nur kurz draußen und rauchte. Als ich reinkomme, hat Tom schon am Tisch nachgefragt und sich bedankt. Fünf Sterne deluxe.

Okay, alles holterdipolter, hier sind jetzt Gründertage. Ich bekomme zum Dank noch eine Zimtschnecke. Ich witzel, mir gefällt die Schnecke hinterm Tresen, doch jetzt hab ich eine aufs Haus mit Cinnamonappeal.

Gute Absteige, hier am Erdgeschossfrontend an der Eingangspassage vom Schloßstraßencenter. Tom wird den Laden zu Ehren führen. Ich bin dessen gewiss.
Wunderbare Schnecke. Oder sagte ich das schon?

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(Dieser Beitrag erschien zeitgleich auf yelp.de)

Serie: Kaffeerrösterei, Charlottenburg

314/16: Gastritik: Brotkrumen bleibt Brotkrumen, Brotkanten, krokantes, mokantes Brotkorngekörb never really disturb.

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Brotkrumen bleibt Brotkrumen, Brotkanten, krokantes, mokantes Brotkorngekörb never really disturb.

Ich als Mensch kann nicht immer lauter so Sachen schreiben, als bestände das Leben aus Rezension. Bin weder reich, noch Ranicki. Bewertung, Abwertung, Aufwertung sind Schuhe verschiedener Schuhträger wie Sandaletten mit weißen Tennissocken oder Doc Martins mit Stahlkappen. Ich verreiße Orte nicht, bleibe ihnen gewogen. Wenn sie Charme haben. Sind sie schlecht, schreibe ich gar nichts über sie. Das haben sie nun davon. Aber deswegen liest Du nun doch was. Ist einfach.

Was meinen Besuch am Freitagmorgen des 30. September in der Kaffeerösterei angeht, so handelte es sich um einen gewieften Tipp der Charlottenburger Kiezgröße Olaf Maske, der Am Bahnhof Westend 2 ein hoch- und branchenweit sehr geachtetes Spezialgeschäft für Audio-, Licht- und Veranstaltungstechnik à la bonne heure betreibt. Ich weiß im Grunde Bescheid, wo ich frühstücken gehen kann am Puls der Charlottenburger Kiezlunge. Für diesen einen speziellen Moment, Ende September, weiß ich einzuwenden, im benachbarten Brotgarten gibt es keine Wurst. Ich will Schinken, Salami, am besten luftgetrocknet, und auf jeden Fall ein Frühstücksei. Olaf sagt: „Geh in die Kaffeerösterei, die machen das.“

Ich kannte den Laden nicht, vielleicht ist er neu da. Mann weeß et nich.

Eine Kaffeerösterei, das klingt so ein bisschen wie Osteria, fein, nach was Besserem. Keine Trinkhalle oder Stulle mit Brot. Mit klaren Kanten. Brot gibt es auch. Mir gefällt nicht, aber ich vergaß meinem absoluten Bediener ggü. zu erwähnen: Lieber kein Schwarzbrot, wie Pumpernickel, so körnern. Es ist in der Überschrift dieser Rezension.

Draufgelegt sind auf mein mediterranes Frühstück Dinge, die ich mag. Eine Art Fenchelsalami, italienisch. Ein hübsch anzusehender, saftiger Schinken. Ein grünes Pesto. Zerfledderter Käse. Der Laden ist wie das Frühstücksbesteck klasse gemacht. Übersichtlich, stilecht und beeindruckend. Das Kaffeeröst-Ungeheuer steht ungeheuer präsent hier mitten im Raum. Eine große Entlüftungsanlage ist angeschlossen. Das wäre Folter, hier zu wohnen: Ein Kaffeewrasen, eine Blume vom Geruch frisch gerösteter Kaffeebohnen, ich würde bestimmt wahnsinnig werden. Und Junkie. Smells like Team Spirit. Oder Prince: “You’re so good, Baby, there ain’t nobody better. So you should never ever go by the letter, you’re so cool, everything you do is success. Make the rules, then break them all ‚cos you are the best, yes you are Cream, get on top:” ♪♫♪♫♪ Gott bewahre Prince. Und mir all meine Erinnerungen.

Wahrscheinlicher ist, sie haben einen Aktivkohlefilter. Mist.

Das Brötchen ist knackig frisch, immer wieder stiebeln ein paar Kunden hinein, es gibt einen Tresenverkauf. Der Laden ist maskulin. Lauter schöne Männer hier, keiner ist zu dick, niemand zu unrasiert und keiner auffällig farbenfroh gekleidet. So geht Understatement.
Nein, der ganze Laden ist saumselig, wie geschaffen zum saumseligen Verbleib, zum Nachhängen mit Gedanken an den letzten Abend oder als Rüstzeug und Eröffnungsrunde, um einen erfolgreichen Tag krachen zu lassen. Die dezenten Männer, die immer noch mal nachfragen, ob alles recht war? Richtig.

Ich komme hier auf jeden Fall noch einmal wieder.

Für das zu hartgekochte Ei aus Gründen gibt es einen Punktabzug von einem Stern und nachrichtlich ist auch das zweite, noch nachbestellte Frühstücksei zu hart gewesen. Ich hätte mir da die gekochte genaue Mitte zwischen „hart“ und „noch weich“ gewünscht, wo am Rand das Eigelb schon so´n bisschen angecruncht ist, also eine Tendenz zum harten zeigt. Man kann nicht alles haben. Summse summarum habe ich fünf Sterne vergeben. Mehr bin ich nicht bereit zu gewähren.

Weiter so. Und danke für diesen guten Morgen.

(Dieser Artikel erschien zeitgleich auf yelp.de)

305/16: Rezepte: Pla Gung #Recherchen oder: Jummy Jummy mit Mami (aus dem Video)

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Thailändisch PLA GUNG – Garnelen in Kokosmilch und Zitronengras *authentisch Thai*

Ich darf nicht vom Löffel abschlecken, sonst schimpft meine Mutter.

Ich habe nachgedacht und mit Stefan telefoniert. Stefan isst thailändisch verheiratet (wie ich, er mit einer Frau, ich mit der Küche). Wunderbare Frau. Sie lebe hoch. Wie Stefan. Wunderbare Küche auch.

Es geht um das Restaurant Sisaket. Dort gab es ein Gericht, dessen Name ich partout nicht erinnere. Es wurde in der Mauerstr. angeboten. Nach dem Umzug in die Dirksenstr. findet sich das 24,- € teure Gericht aus Garnelen nicht mehr auf der Speisekarte. Das muss sich unbedingt ändern, sonst gehe ich ein.

Dieser Artikel hat einen Sinn: Er ist eine Art todo-Liste möglicher Gerichte, die hier gemeint sind. Ich sehe in den Zubereitungsvarianten tatsächlich Spielraum. Göttlich war das Gericht hingegen im Restaurant Sisaket und ich habe es nie mehr vergessen. Bis auf den Namen. Eines Tages muss ich mich rächen: Ich kann Gerichte in schwierigstem Thai aussprechen, dann bin ich ein Star, der in der Zeitung Farang steht und dann ist es zu spät. So hätten wohl die Ärzte den Vorgang umsungen. Ich arbeite am Ziel. Pla gung.

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300/16: Einkauf: Bei Jacques Weindepot in der Hardenbergstr. auf Weinshoppinghopping

Ein Glaserl Rotwein!

Wine is fine but whiskey’s quicker
Suicide is slow with liquor
Take a bottle and drown your sorrows
Then it floods away tomorrows
Away tomorrows
Ozzy Osbourne – Suicide Solution

Ozzy Osbourne hat vor vielen Jahren Lösungen, sich umzubringen, angeboten, wie man eingangs nachlesen kann.

Ich mag den Jacques schon seit vielen Jahren und bezog Wein vor allem dann dort, wenn ich mal wieder auf dem Schlauch stand. Der Weinschlauch, zu 5 L Füllmenge oder zu 10 L ist dort praktisch zu beziehen, einzukammern in Speisekammern des Schreckens und bei Bedarf kaltzustellen.

Im Moment wird in der Hardenbergstr. gebaut. Alles ist unfunktional. Allerdings geht zu Jacques Kundenparkplatz eine unbefestigte Schotterrampe, die nach hinten auf den Hof führt, mit Schranke und Klingeln. Nicht klopfen, und es wird Euch aufgetan. Kein Abbruch der Geschäftsbeziehungen droht. Weinverkauf zur Straße hin ohne Unterlass.

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Schwoofen jehn! (Banner)

297/16: Schwoofen jehn: Am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg

button_Gastritik (auf yelp: Beitrag des Tages vom 03.07.16)

Schwoofen jehn! (Banner)

Jazzkonzert an einem unüblichen Ort: Im Gasthaus Leonhardt findet ein kleines Jazzkonzert statt. Beobachtungen…

Man tut dem Stuttgarter Platz Unrecht, indem man ihn auf Erinnerungen reduziert. War hier früher eine der Rotlichtmeilen Berlins, scheint dieselbe inzwischen weitgehend verdrängt. Rotlicht noch im Hinterzimmer. An der Straßenfront zur Windscheidstr. hin ist das Ambiente groß- und bildungsbürgerlich und man sagt den Vorbeiflanierenden, soweit sie Anwohner sind, tatsächlich ein gesichertes Realeinkommen nach. Norbert ist so einer. Er hat sich im Gasthaus Leonhardt niedergelassen, um am Abend noch einen Wein zu trinken.

Im Leonhardt findet am Samstagabend ein Jazzkonzert im kleinen Rahmen statt. Das ist an diesem Ort ungewöhnlich. Gewöhnlich ist die Rolle der Jazzmusik an und für sich. Helge Schneider hat das ambivalente Leben des Jazzmusikers in dem Film Der frühe Vogel fängt den Wurm hinreichend beschrieben. Tagsüber ist Helge Fischverkäufer und am Abend tritt er im einzigen vorhandenen Jazzclub auf. Es ist ein Zuschauer da und ob er zahlen musste oder gar auf der Gästeliste der Band steht, erfährt man nicht genau. Es tut im Grunde genommen auch nichts zur Sache. Nur dass der einzige Zuschauer immer recht schnell müde ist und einschläft. So geht der Jazz des Lebens.

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274/15: Gastritik: Das japanische Sushi-Restaurant „Sayuri“ am Kurfürstendamm in Berlin-Halensee

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Grüne Erbsen mit Wasabi

Grüne Erbsen mit Wasabi

Erstklassig. Kult die Bedienung: Lustiger, etwas zerstreut wirkender Japaner. Zu dritt Sushimehrteiler genossen, Genossen. Gehe wieder hin, auf jeden. – Was einen Japaner ausmacht, der Sushi kredenzt? Witzigkeit.

Kennt keine Grenzen. Wusste aber auch Hape Kerkeling schon, der Gelegenheitsberliner aus Wilmersdorf. Die Summe der Kommentierungen ist nicht das Problem, um zu entscheiden, ob ein Restaurant gut ist oder schlecht. Die Einzelmeinung ist das Problem, und wenn sich der Kommentar herausschält aus der Situation, in der sich die öffentliche Meinung befindet.

Meine Meinung ist positiv. Das japanische Interieur ist karg und von großer Edelheit, Noblesse. Die Mitarbeiter sind super, aus verschiedenen Gründen. Am Kudamm gelegen, eher sehr klein, kommt eine Mitarbeiterin herein von der Straße zum Dienst und begrüßt erst einmal uns drei, die wir hier gerade Platz genommen haben. Ich erstmals.

Wir drei sind uns einig, dass es etwas mit einem macht, wenn eine freundliche Ansprache erfolgt und man als Gast wiedererkannt wird. Ich ja nicht, ich war das erste Mal dort. Die Sushis auf der Karte sind übersichtlich sortiert. Ich bin kein ausgesprochener Großschwätzer und Kenntnisaffe, ich nutze Karten, um mich grob zu orientieren, ich weiß, was ich will, heute Thunfisch und Lachs-Rollen, zwo mal acht Stück, Wasabi und Ingwer dazu, einen Ingwer-Limetten-Tee. Mein Problem ist, dass ich gelegentlich hobbyartig schriftstellere: Ich habe teils zu viele Bilder im Kopf, Situationen, Einrichtungen, Gegenstände, kleinste Begebenheiten. Warum die Chemie am gestrigen Abend für mich so stimmig war, so stimmte? Okay, ich erklär´s.

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