Friedrich, der Große, Kaffeeliebhaber (Unnützes Wissen)

318/15: Gastritik: QoolBeans – Eine kuhle Bohne, ein ätherischer Platz und ein freundlicher TomTom als Gastronavi

QoolBeans: Walter-Schreiber-Platz 1, 12161 Berlin-Steglitz (Schloßstraßencenter)

Qool Kaffee - Legga!

Kaffee [ˈkafe, kaˈfeː] (türk. kahve aus arab. قهوة‎ qahwa „anregendes Getränk“, ursprünglich auch „Wein“, mit Anlehnung an die Ursprungsregion Kaffa) ist ein schwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Heißgetränk aus gerösteten, gemahlenen Kaffeebohnen und heißem Wasser

Freundlicher Mann ist Tom und bereits vor Eröffnung ist auch schon was los. Zwischen Weihnachten und Neujahr 2016 schon Vorgeplänkel. Hier am Platz war Einstein Café Hirsch, zum 02.01. hat Tom den Standort übernommen.

Auf Facebook gibt es schon eine Seite, die man via @QoolBean finden kann.

Wir waren hier unterwegs zwischen den Tagen und haben schon mal Kaffee genossen. Für den gab es über den Platz Einstein Café meinerseits fünf Sterne. Auch für die Bedienkraft, die mit seltsamen doppelten Verneinungen (eben weiblich) erklärt: Die Tasse vorn ist die mit der nicht laktosefreien Milch. Äh? Ah ja, und fort ist die bleierne Müdigkeit, ein bisserl rätseln, ein bisserl knobeln: Geht doch.

Die fünf Sterne kommen bei Tom ziemlich schnell an, er ist gut vernetzt, ich war nur kurz draußen und rauchte. Als ich reinkomme, hat Tom schon am Tisch nachgefragt und sich bedankt. Fünf Sterne deluxe.

Okay, alles holterdipolter, hier sind jetzt Gründertage. Ich bekomme zum Dank noch eine Zimtschnecke. Ich witzel, mir gefällt die Schnecke hinterm Tresen, doch jetzt hab ich eine aufs Haus mit Cinnamonappeal.

Gute Absteige, hier am Erdgeschossfrontend an der Eingangspassage vom Schloßstraßencenter. Tom wird den Laden zu Ehren führen. Ich bin dessen gewiss.
Wunderbare Schnecke. Oder sagte ich das schon?

Weiterführend

(Dieser Beitrag erschien zeitgleich auf yelp.de)

Bilderserie: Ashantika, Berlin-Steglitz

241/14: Gastrokritik: Vom indischen Essen gehen, Ashantika + der Kraft der Gewürze

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Inder_tat

Das Foto von Ashantika ist verschwommen und absichtlich ausgewählt. Es geht darum, nicht Bilder zu zeigen, die Menschen klar erkennbar zeigen, ohne sie oder ihre Eltern gefragt zu haben. Ich bitte um Verständnis.

Den indischen Namen Ashantika trägt ein kleines, wieselgleiches, freches, süßes Mädchen (6 Jahre alt) mit einer großen Zahnlücke. Die zwei vorderen sind raus, Zahnloseminka, Übergang von den Milch- bzw. Lassizähnen (süß oder salzig, je nach Wahl). Ashantika wieselt herum.

Ich, so gerührter Vater aus eigener Erfahrung, finde sie großartig. Ein Herzchen, die Kleine. „Wo ist denn Deine Mama?“ frage ich sie und als ihr klar ist, von wem ich rede, sagt sie wie aus der Pistole geschossen: „Das ist nicht meine Mama.“ Och. Daneben.

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Fotoserie "Mr. Hai, Steglitz"

215/14: Gastrokritik: Bei Mr. Hai in der Albrechtstr. in Berlin-Steglitz lächelt ein fetter, goldener Buddha

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Fotoserie "Mr. Hai, Steglitz"

Fotoserie „Mr. Hai, Steglitz“

Wenn irgendwo in einem asiatischen Restaurant ein dicker, goldfarbener, lächelnder Buddha thront, ist das schon die halbe Miete. So gehört es sich auch. Anders als diese Art von asiatischer Erdverbundenheit ist allerdings der Laden von Mr. Hai, einer von mehreren des gleichen Besitzers. Hier an der Ecke Steglitzer Kreisl ist eine Entente der Habseligen unterwegs, bzw. diejenigen, die es gern werden würden. Die Schloßstr. ist eine Shoppingkröte.

Auf diesem Weg ins glückselig machende des Kaufkommerzialismus lässt sich ein verschmitztes Sushi noch schnell verdrücken oder etwas asiatisches schlemmen, das nicht in Buxtehude hergestellt ist. Bei Mr. Hai ist vieles, was kredenzt wird, Handarbeit. Von echter Köche Händen.

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53.12: Einkauf: Ein Tempel der Kauflust, ungebrochener Kauflust, ist „Kaufland“ in Berlin-Lichterfelde

Ich mag Riesensupermärkte nicht, fühle mich als Einkäufer dort wie eine versehentlich abgestellte Randfichte. Ob du bei Kaufland in Rijeka (Kroatien) einkaufst oder diesen relativ neu hier stehenden Laden in Lichterfelde (bei Obi´s) aufsuchst: Es ist immer irgendwie gleich, so als spannte sich das händlerische Artikelnetz wie ein Schwarm silbrig glänzender Fische um den ganzen Globus. Und der quietscht und eiert.

50.12: Einkauf: Grüne, frische Kräuter aus Asien bekommt man bei VINH LOI, Berlins bestsortiertem Asiamarkt!

Vinh Loi: Große Auswahl fangfrischer Kräuter aus Asien!

Vinh Loi: Große Auswahl fangfrischer Kräuter aus Asien!

Mit von der Partie in dieser beispielhaften Collage u.a.:

Spinat, Koriander, Perilla, Phak Kayang, Cestella, Rau kinh, süßes Thai-Basilikum, laotischer Koriander, lange Bohnen

Linklotse

25.12: Einkauf: Die schärfsten Saucen werden erfahrungsgemäß nicht mit einer „Goldenen Peperoni“ ausgezeichnet.

Scampi @Krasselt, Berlin-Zehlendorf
Scampi @Krasselt, Berlin-Zehlendorf

Die Scoville-Skala ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze. Auf der Scoville-Skala, die 1912 von dem Pharmakologen Wilbur L. Scoville entwickelt wurde, beruht der Scoville-Test (ursprüngliche Bezeichnung Scoville Organoleptic Test). Zunächst wurde der Schärfegrad indirekt und rein subjektiv ermittelt, heute kann er jedoch auch experimentell bestimmt werden. Der Wert ist abhängig vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicins, eines Alkaloids, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit die Schärfeempfindung auslöst. (sagt die deutsche Wikipedia über „Scoville“)

Dass jeder noch so ins Detail der Raffinessen verliebte Freizeitgourmet von Zeit zu Zeit bei schlichten Currywurstbunden einkehrt, um dem Einfachen zu huldigen, hat sich herumgesprochen. Das ist bekannt.

Bei Krasselt in Berlin-Zehlendorf gibt es aber nicht nur Currywurst. Der Chef hat dem gläsernen, vor einen Supermarkt gesetzten „Currywurstshop“ noch eine zusätzliche App verordnet, die sich in stärkerem Maße dem Gourmetbürger zuwendet. Krasselt, das steht für Currywurst, besondere. Hinzugefügt wurde dem Namen „Scampis & more“. Womit man deutlich sagt, da gibt’s noch anderes zu „veratmen“. So wie auf dem Foto. In Berlin-Steglitz, am Steglitzer Damm, steht Krasselt Nr. 1 als Edelstahlshop „im Shop“ (aha, auch dort) an der Straßenfront. Dort ist immer mächtig was los, auch zu späterer Stunde. Und „rattenscharf“ darf es durchaus auch mal sein.

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