




Ich weiß gar nicht, ob es noch stimmt? Eine Zeit lang sagten wir immer, wir sind in Charlottengrad unterwegs. Alles fest in russischer Hand, so ungefähr. Ist das noch so? Ich frage für einen Berichterstatter. InderTat: Das bin ich.
InderTat: Ich gehe schon viele Jahre immer wieder auf Ausritten durchs Berliner Großstadtgemächt in die Kantstr. zum Thailänder. Dabei gibt es durchaus mehrere, die man empfehlen kann. Zwei der für mich herausragenden sind der Thaielephant in der Fasanenstr. 15 (ggü. der Jüdischen Gemeinde) und das Papaya, Kantstr. 122. Vom Papaya gibt es mittlerweile mehrere in ganz Berlin verstreut. Der in der Kantstr. ist ein bisschen spezialisiert auf die Isaan-Küche (Gebiet im Nordosten Thailands, Landesinnere).
InderTat: Ich mag den Laden. Guter Laden für schnelles Schnappen. Du bist unterwegs und musst etwas essen, unterwegs. Dann gern hier. Außerdem mag ich es sommersüber, als Bordsteinschwalbe (Bedeutung bitte nicht gugeln) zu reüssieren (gerne googlen). Kurz: Seid immer gut zu Vögeln (lass dir den Text nicht vorlesen). Im Sommer, Frühling und im Herbst sind Sitzbänke draußen auf der Kantstr. im Wandel der Zeiten. Die Kantstr. hat sich stark verändert. Vor allem ist sie voller geworden. Und enger. Seit ein rotgrüner Senat auf mehreren Straßen in Berlin seine Spuren hinterlassen hat, sind nicht wenige Verkehrswege ihrer Funktion beraubt. Auf dem Weg in die autofreie Stadt schaffte so der Senat eins zwei drei vier Straßenbreiten ab, pflanzte ganz ausgiebige Fahrradwege in Schneisenformen in die Parkspuren und holte sich dann immer wieder gerichtlich Backpfeifen. Das hat den Steuerzahler beträchtliche Millionen gekostet, und niemand übernimmt dafür die Bodenhaftung. Ich schweife ab.


06.07.23 – Es ist eine Bestellung online scharf geschaltet. Nach Feldversuchen bei verschiedenen in Frage kommenden Bietern (bislang zwei) werde ich drittens zum Wiederholungstäter bei SEPP, dessen Performance als Lieferant ich gut finde.
Interessanterweise hat SEPP ein Online-Abfragetool hinter der Bestellung geschaltet, die interessiert nachfragt, was ich in Sachen „Customer Care“ so zu sagen hätte? Nun soll man Speck nicht mit Senf mischen, dennoch habe ich meinen dazugegeben. Ob wir irgendwann alle die Welt verbessern? Wir sind jedenfalls gefragt (worden). Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und bezweifle es. Guten Ideen müssen Antworten folgen. Insgeheim freue mich jetzt auf Bemmenlieferungen, auch wenn „Das Viertel“ gerade keine Bemme ist, nur ein Viertel davon. Man lärmt nie aus. Sie sind nach der Bestellung mit guten Fragen an mir interessiert. Das finde ich gut.
Bei einem Mitbewerber aus Italien hatte ich Unangenehmes erlebt. Überraschendweise war die Lieferfrist nach Bestellung mehrere Wochen (zu) lang. Ich schrieb den Speck ab. Sehr unangenehm, wenn ich eine Bestellung auslöse und sofort ein Newsletter-Quatsch anfängt, als gäbe es nichts anderes. Diese Lieferanten denken nicht langfristig, nicht reinen Herzens, also edel. Hirnis, die ihren einseitig geprägten Sehnsüchten, künftige Kunden komplett mit Marketingquatsch einzulullen und willenlos zu machen. Rücksichtslos. Man isst Speck, um den Lärm der Welt zu vergessen. Jeder Teetrinker weiß das. Wer das vergisst, hat Sprüche durcheinander gebracht. Weiß doch jeder: Abwarten und Tee trinken. Dazu Südtiroler Bauernspeck. INDER Tat.

Gut gebrüllt. Aus die Maus. Mit Speck fängt man übrigens vor allem den Berichterstatter und gerade nicht Mäuse. Wie peinlich.

Rote Kirschen ess ich gern,
schwarze noch viel lieber,
in die Schule geh ich gern,
alle Jahre wieder.
(Altes Kinderlied)
An dem Lied ist vieles richtig. Manches falsch. Dazu gehört die Sache mit der Schule. – Meine persönliche Kirche (eglise, frz.) ist allerdings die Sache mit dem Pflücken von Kirschen (cerise, frz). Ich mach mir einen Reim darauf. La la la la. Lalla lalla lalla la.
Auf dem Weg zu einer Veröffentlichung roter Wiesen-/Gartenfrüchte am Baum kommen die sauren Kirschen im Garten erstmal recht romantisch weg. Nimmt man das „s“ raus, befinden wir uns bereits in den Hallen göttlicher Verehrung. Bis zu dem Zeitpunkt jedes Jahr, wo Kirschen vernünftig fertig gediehen sind und nicht selten sind die bereits von einem auf den anderen Tag komplett weg. Es kann in diesen wenigen Tagen vor der Reifeprüfung nämlich sein, dass einem Vögel der Welt einen Strich durch die Kernkompetenz Pflücken machen. Dann wird nur noch Kirschkernweitspucken zelebriert. Bestenfalls. Jedes Jahr nehme ich mir wieder vor, den Kirschbaum im Garten mit einem übermannsgroßen, grünen Vogelnetz abzudecken und damit die kleinen roten Dinger vor dem Vogelfraß zu beschützen.
Jedes Jahr vergesse ich diesen Plan umgehend, sobald ich ihn wieder erinnerte. So wie letztes jedes Jahr.
Dieses Jahr war ich wachsam, allerdings sind immer noch (nein, schon wieder) die allermeisten roten Kernfrüchte weggefressen. Seit Tagen wundere ich mich, warum so viele große Krähen stundenlang herumlummern. Die fotogenen Kirschen oben sind mit zwei Händen am vorvergangenen Abend von mir abgepflückt worden, ohne noch Arbeitshandschuhe, Leiter und Scherenschnittmaschinen herauszuholen. Es ist pro forma ein Notbehelf: Retten was zu retten ist.
Fruit d’église rouge Cerise – Rote Kirchen, Essig, Kern. Schwatze noch viel lieber. #Redensartenindex #AlteLieder #TTT #Tulipstagram – Das Kinderlied ist im Flow.