#49.23 #Pop – Vom Tragen farbiger Hosen, Schuhe, SPIEGEL lesen, BMW Motorrad Berlin und New York

#Icon_Pop
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19.05.23 Reinickendorfer Str. 90, Wedding - Arabischer Imbiss #Streetfood #tulipstreetview #BMWR1200C #Cruisermissile #iphone12maxpro #TTT #Tulipstagram
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Der Faktor POP in meinem Leben ist immer wieder starken Schwankungen unterworfen. Vom Grunde meines Herzens her empfinde ich mich als bunten Paradiesvogel. Und dann ist in meinem Alltag aber auch der Faktor Mainstream permanent. Bloß nicht auffallen. Oder doch?

So ging es mir mit Leggins. Die mochte ich früher und eine Zeit lang sehr, sehr. Ich besaß eine von Cardin, beispielsweise. Grün, glitzernd, die zweite dünne Haut auf dem Bein schimmrig, das ganze Teil einer Krokodilhaut nachempfunden. Dazu unten große Sneakers und türkis-violettfarbene Socken. Oben Motorradjacke aus Leder, ich auf einer BMW Paris Dakar, schwarz/türkis. Manchmal hielten ein paar Jugendfühlende neben mir an der Ampel, drehten die Scheiben herunter und beömmelten sich lautstark: Alter, starkes Outfit. Jaja, sagte ich, ich weiß. Popstar sein ist auch anstrengend, zuweilen.

Längere Zeit besaß ich farbige Jeans der Fa. Diesel, in den Mittneunzigern. Eine war sanyassin Orange, sehr grell. Ein anderes Paar war hellblutrot. Hauptsache farbig. Ein paar Schuhe, die ich erworben hatte, waren glanzlack-hellgelb. Schuhgröße 46, ich lebte mein Leben auf großem Fuße.

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#48.23 – Foto: Im Luisenhof in Dresden essen, rosa Bäckchen, Gunter Emmerlich und meine Tätigkeit als gastronomisches Trüffelschwein

Fazit:
Auf der Suche nach dem idealen Restaurant: Das Trüffelschwein.

Gutes Essen, hingehen.

Randnotiz: Gunter „The Voice“ Emmerlich getroffen, der wohnt umme Ecke und ist Stammgast. Insofern ist der Ort schon mal sonor. Heute nur mit ein paar Gästen, um von der Terrasse ein paar Fotos schießen zu lassen. Der Blick. – Im Sommer ist die Terrasse offen. Reservierung zwecklos: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Was Dresden mit kleinen vietnamesischen Hilfskräften zu tun haben könnte: Unsere Bedienung eine Dresdner Perle mit sehr schön lackierten Fingernägeln, die auch etwas strassbesetzt sind. Bzw. mindestens so wirken. Ich weiß gar nichts über die Omnipräsenz vietnamesischer Nagelkünstler*innen an der Elbflorenzmetropole.

Nach dem Spaziergang hatte ich rosa- und bestellte nun Rinderbäckchen. Im Unterschied zu Ochsenbäckchen, die ich fälschlicherweise bestellte, sind diese etwas sehnig. Die Möhren schmecken nicht nach Vanille. Dafür ist das Kartoffelpüree richtig Stampf, getrüffelt. Ach was: Das Essen schmeckt. 

Besuch am 04.03.2023 im

Luisenhof Dresden
Gunter Emmerlich, Dresden

#47.23 #Positionen – Vom sich verlieren in Nebensachen – Wer Orte rezensiert, sollte was zu sagen haben. Zum Ort, nicht…mit sich selbst reden

Kein Wacholderschnaps! #Krambambuli #TTT #Tulipstagram
Kein Wacholderschnaps! #Krambambuli #TTT #Tulipstagram

Hast du deinen Schrott schon Schreibern vorgespielt?
Wahrscheinlich finden sie es funky
Obwohl das gar nicht funky ist
Riesig, Alter riesig
Deine Zeilen sind ein Hieb
Wo kaufst du dein Papier?
(Appreciate your smile)

Herwig „Rudi“ Mitteregger, früher

Es ist richtig, dass eine große Zahl von Menschen im Internet Bewertungen über Lokalitäten schreibt. Das Internet ist voll davon.

Häufig sind diese jedoch Ausdruck einer gewissen Orientierungslosigkeit und eröffnen einen tiefen Blick in nicht ordentlich geführte Geisteshaltungen. Es ist ja die Kraft der Gedanken, die den Textschlupf erst erfreulich befördert. Anders als z.B. die Google-Bewertungen des Tomasa in der Bäkestr. in Berlin (Lichterfelde). Dort schreibt ein Google-Rezensent mit insgesamt 45 Bewertungen und ich denke schon, oh Gott, oh Graus:

„Wir hatten im 1. Stock (Dachgeschoss) des Restaurants einen großen Tisch reserviert. Dieser war sehr schön gedeckt und dekoriert! In diesem großen Raum befand sich eine kleine Spielecke mit einer Spielküche, dadurch waren die Kinder wunderbar beschäftigt 😉 Unsere Bedienung war sehr nett und engagiert. Im Laufe des Abends vergaß sie das bestellte Getränk, brachte es aber dann nach Nachfrage sofort zum Tisch. Das Essen war in gewohnter Qualität und mega lecker! Aufpassen sollte man mit den Salzstreuern. Bei uns war der Deckel nicht fest, sodass extrem viel Salz auf einem Steak landete…“

Es stellen sich viele Fragen, warum diese Bewertung überhaupt im Internet landete. Nichts von dem ist irgendwie lesenswert, das Meiste erbricht sich im Unwesentlichen. GAR NICHTS. Mag das der Leser (ebenfalls) entscheiden oder auch ganz anders. Es ist ja Wurst.

Denn: Mir ist es vollkommen Wurscht. Und Zeitverschwendung ist es, so etwas zu lesen. Anders als damals Rudi Herwig Mitteregger sagte: „Deine Zeilen sind ein Hieb.“ Oder: „Wie Karnickel geht das los.“ – „Wahrscheinlich findest Du es funky. Obwohl das gar nicht funky ist.“  „Riesig, Alter, riesig.“ (Rudi)

#46/22 – Positionen – Lieber Rotwein als tot sein. Vom Qualitätsmanagement.

Icon #Positionen
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14.11.22 Tach! Ick kriech eene Bockwurst ohne Brötchen mit Brötchen! - Jeht klar, Digga, wat willst'n dazu trinken? #Außenlebengegriffen #TTT #Tulipstagram
14.11.22 Tach! Ick kriech eene Bockwurst ohne Brötchen mit Brötchen! – Jeht klar, Digga, wat willst’n dazu trinken? #Außenlebengegriffen #TTT #Tulipstagram

Das Offensichtliche grinst uns manchmal an ohne, dass wir es merken, was dieser Schalk mit uns macht. Hier ist es die verflüssigte Formulierung ohne Komma, Punkt und Steuerzeichen, die uns Luft holen ließen. Steamboat-Reading wie die wachsweichen Uhren von Salvador Dalì: Mach schnell. Es ist so herrlich intellektuell. Grüße gehen raus an Reinhard Mey in Berlin (Charlottengrad). Und Annabell.

Wir müssen, was auf der Tankstellenwand steht, zwangsläufig ohne Punkt und Komma lesen. Bockwurst ohne Brötchen mit Brötchen steht da und genau so würde ich das Fresschen bestellen. Recht eilig dahingesagt. Vermutlich würde das Tresenpersonal mich ratlos ansehen, aber es ist auch eine Raststätte mit rollendem „R“ wie bei Rolling in the Deep, also würde es mich rastlos ansehen. Dies ist eine ganz andere Geschichte und hier nicht erzählt zu werden würdig. Paul Würdig hat Drogen entzogen in der Klinik für etwas wohlhabende Drug Addicts, sagt er und früher hieß das Fensterputzmittel Sidolin. Kannst Du hier noch folgen, jetzt? Nun zu etwas ganz anderem.

Es spielt hier so gut wie gar keine Rolle, aber alle namhaften Rapper Deutschlands haben derzeit das Besinnungsdings am Laufen. Sido entzieht Drogen und redet von Trennungsproblemen vor laufender Kamera Obscura. Bushido wohnt jetzt in Dubai und vermarktet seine Seelenforscherei, anstatt endlich erwachsen zu werden. Es ist ein Graus. Fasse zusammen: Es gibt genügend Gründe, sich mächtig einen auf die Lampe zu kippen.

In dem Charlottenburger Kiezlokal Zur Linde tritt ein Bänkelsänger auf, schließt seine Gitarre an und schon wirft der Interpret ein paar Klänge auf die Gäste. Man prostet ihm zu, wir sind guter Laune, alles ist schön. Hinterher kriegt er einen Zehner EURO Trinkgeld, aber er trinkt nichts. Er ist hier, um etwas Geld zu verdienen. Ggü. ist ein Netto-Supermarkt. Da gibt es auch Rotwein. Von wegen Trinkgeld. Rotwein. Rotwein! Ein Edelgesöff mit einem tanninen Nachgeschmack, Histamine flocken in der Nase und wohlige Schauer in den Nasenschleim. Der Saft muss laufen.

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#45/22 – #Positionen- Tripadvisor kann mich mal. – 39 Bewertungen sind nun über die Wupper. Jeht kacken!

02.12.22 #StopTripadvisor #OpinionControl #TTT #Tulipstagram
02.12.22 #StopTripadvisor #OpinionControl #TTT #Tulipstagram

39 Bewertungen sind über die Wupper. Diese kleinen amerikanischen Scheißerchen können mich. Fuck! Achtung: Dieser Beitrag kann Exkrementspuren enthalten. Shit. So ein Shice. Arggghhh….

In den meisten Fällen meines Lebens als Beitragsautor und Schriftsteller stelle ich geschriebenen Content Dritten zur Verfügung und vermute, es ist irgendeine Art Mehrwert. So verbrachte ich viele Jahre meines Lebens mit dem Schreiben von Bewertungen. Brachte, brachte, was ich machte. Sachte! (Hätte, hätte, Fahrradkette, auf zur Weinachts-Christmas-Mette)

Diese Beiträge müssen gekonnt angefertigt werden, denn sie sind aus dem Leben gegriffen. Aus meinem. Sie sind ein Spiegelbild der schreibenden Seele, und wenn sie gut geschrieben sind, dann verströmen sie einen zimtartigen, ätherischen Geruch des Grundguten. Mit Rädern untendran.

Oder es sind Scheiß-Rezensionen, in denen man an jeder Zeile Scheiße kleben sieht, weil sie stinken, wie Eselkacke, aber frische. Ich bemühte mich, zu den Guten zu gehören. Ich sage aber nicht, was ich nun wirklich war.

Was mich seit längerem regelrecht fuchsig macht, ist, dass die Zeit vorbei zu sein scheint, wo wir gute Beiträge überall veröffentlichen und es uns gedankt wird. Auf die Dauer können diese ganzen Internet-Scheißerchen, wie z.B. Yelp (würg) oder Tripadvisor (kotz) eben Qualität nicht durchhalten. All diese Portale müssen bei hohem Kotzendruck (Achtung, Wortspiel) Mainstreammeinungen (hohe Klickzahlen) befriedigen und besaufen sich mit Nutzungsregeln, die wie Kartoffelschnaps wirken, wenn man jemand davon eine Flasche über den Kopf zieht. Hicks.

Früher hat mich die Stiftung Warentest ausgiebig als Vorzeigeschreibär besucht und interviewt zum Thema „Digitale Mundpropaganda“ – Von den Bewertungsportalen im Internet – Heute habe ich dem Bewertungsportal Tripadvisor den Rücken gekehrt. „Ich werde diese Schallplatte nicht spielen, sie ist zerrkratzt.“ Die können mich mal …..von hinten…., nicht mehr von vorn herein. Ausgangspunkt ist die gestörte Kommunikation von Dänen. Wenn ich Bewertungen schreibe, gebe ich mir damit Mühe. Es ist die Liebe an und Pfirsich. Der Text ist immer bemüht, hat hohe Verständlichkeit. Wenn die solche Beiträge einfach löschen und mich auffordern, wg. Verstößen gegen ihre Regeln einen neuen einzureichen, bin ich zu Tode verarscht. Dann kannst Du mich mal am Arsch lecken, vor allem, wenn Du mir über eine No-Reply-Emailadresse (bitte nicht antworten) schreibst, nicht sagst, was Du an meinem Beitrag beanstandest und mich aufforderst, stattdessen kostenlos weiter für Dich zu arbeiten. Du Sackgesicht, Du Sau. Du normatives Kackegewitter. Jetzt hagelt es Twitter.  Geh kacken! 

Tripadvisor: Da gibt es einen ganz geilen Song von früher. „Jeht kacken“. Tschüss.

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