29.20 #Rezension post mortem Vom Niedergang einer Stilikone und dem ja panischen Essensschnips

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Tommy T. Tulip, Entrepreneur, Schürzenträger - gerichtspunkte.de Drink. Eat. Drum. Sleep. Repeat.
Tommy T. Tulip, Entrepreneur, Schürzenträger – gerichtspunkte.de Drink. Eat. Drum. Sleep. Repeat.

Japanische Küche in Berlin und #ausdieMaus

Daitokai (Berlin/Köln) Die Geschäftsleitung der zwei Häuser namens Daitokai in Berlin (Europa-Center) und Köln hat die Entscheidung getroffen, beide Häuser mit Wirkung ab dem 29. September 2019 zu schließen, hieß es kürzlich auf der inzwischen außer Betrieb genommenen Website. Mehr werden wir nicht erfahren, ist zu vermuten. Die Betreibergesellschaft JFC GmbH ist in Liquidation gegangen. Gute Erinnerungen veranlassen mich zu notieren.

Ich war möglicherweise fünf bis sechs Mal dort essen, vor langer Zeit. Eine Zeit war es sehr hip. Inzwischen hat sich in der asiatischen Küche viel getan, und doch hatte das Daitokai immer eine Art Alleinstellungsmerkmal. Bspw. dieses am Tisch zubereiten durch messerschwingende Köche, Showtanz auf hohem Niveau. Der Höhepunkt: Das Garnelen werfen! Das Filet schnipsen!

Wenn es richtig voll war, stand im gesamten Restaurant ein wabernder Wrasen vom Kochgeruch. Man konnte den Gast im Daitokai auch nach seiner Rückkehr zuhause noch am Geruch erkennen. Immer fester Bestandteil: Ein Hauch einer Prise Kikkoman.

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27.19 #Fotos – Handkäse mit Musik – Geiler iss scho!

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30.10.19 #HandkäsemitMusik #TTT #Tulipstagram
30.10.19 #HandkäsemitMusik #TTT #Tulipstagram

Zwischen all den hessischen und anderen deutschen Glaubenskriegern, guten Handkäse mit Musik betreffend, schwelt ein skandalträchtiger Kulturgrundstreit.

Die Einen sagen: Weniger ist mehr. Es geht um die richtigen Grundzutaten.
Die Anderen erwidern: Nichts ist verboten, alles erlaubt.

Sei gebieterisch.
Sei prinzipienstreng.

Was ist richtiger?

Yin und Yang: Es gibt Tage, da wünschte ich, ich wär mein Hund. An anderen Tagen kann ich nicht genug Additive haben. Also bspw. Erdnüsse. Eine gestrenge Ernährungswächterin sagt: „Zu fett. Lass weg.“ Ein anderer hat mir dieser Tage aus Südafrika zugeraunt: „Die Erdnüsse verfremden den Geschmack.“

Alles richtig.
Geiler iss scho.
Aber was?

Weiterführend
* Future is black: Am 06.11.19 und 04.12.19 im Berliner Art Stalker (Charlottenburg) #Tipp

26.19 #Rezension Das Restaurant Taleh Thai, Käthe-Niederkirchner-Str. 14, 10407 Berlin (5 Sterne)

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5/5 Stern(n) #Bewertung
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#Yelp #Abschiet #Tschüss #Goodbye
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Website talehthai.de
Telefonnummer 030 42851030
Käthe-Niederkirchner-Str. 14
10407 Berlin

Inzwischen haben Bewertungsportale wie bspw. Yelp eine wichtige Stellung. Allerdings schreiben dort auch Hirnis, zuweilen.

Man nutzt das Smartphone und fragt sich, wo kann ich hier in der Gegend gut essen gehen? Auf diese Frage weiß Yelp immer Antwort. Dabei knödeln schlechte, hundsmiserable und großartige Rezensenten auf dem Portal herum. Der Leser muss nun entscheiden: Ist dieser Quark überhaupt relevant?

Hier im Taleh Thai fällt besonders auf: Wenn ein Gast irgendeinen Unsinn geschrieben hat, scheut sich das Personal nicht, lustige, manchmal ziemlich alberne Gegenantworten in die Kommentare zu schreiben. So wird aus dem Dust Goldstaub. Auf diese Art zur Witzigkeit gedrängt, fand auch ich den Weg hierhin. Wer so frech kontert? – Und davon ab: Man kann hier wirklich gut essen.

Punkt.

 

Diese Bewertung stammt aus dem Mai 2017 vom Bewertungsportal Yelp. Nachdem ich dort den virtuellen Hut nahm und leise Abschiet brubbelte, übernehme ich nun infolgedessen sämtliche hochwertigen, einzigartigen und so auch wieder noch nicht gesehenen Rezensionen meinerseits und huste hier ab. Habt Ihr schon gehört? Die Geschmäcker sind verschieden. Ruhet in Frieden, Geschmäcker.

25.19 #Rezension Im Restaurant Der Seehof in Rheinsberg zu essen

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Der Seehof ist vielfältig. Ich betrachte nur das Restaurant. Und das ausgesprochen gern. Ich komme häufig in dieses Restaurant, wenn ich mal gut und viel besser als im Durchschnitt der lokalen Essmöglichkeiten essen will. Dabei sind die Portionen nicht zu happig bemessen. Es geht hier nicht ums Essen fassen, sondern um Geschmack, Wohlklang und Harmonie des Tellerensembles. Wie in einem guten Lautenorchester muss jeder Ton (in Ton) stimmen.

Wir essen Kabeljau an einem grünen Pürée mit Spinateinschüssen und Flusskrebsen.
Bzw. Ochsenbäckchen an Spitzkohl mit Serviettenknödeln. Letztere bestelle ich ab: Ich will Salzkartoffeln.

Wie man möglicherweise bereits dem zur Verfügung gestellten Fotomaterial entnehmen kann, lässt das Essen keine Wünsche offen. Wir sind rundum zufrieden und haben auch nichts anderes erwartet. Sehr lecker, stimmig, passt.

Der Seehof ist empfehlenswert mit bester Bewertung.
Alles andere käme diesem Platz mit schauem Innenhofambiente open air (sommersüber) und dichte bei den Wässern am Rheinsberg See nicht gerecht. Und gerecht lebt sich’s am besten.

(Die Bewertung wurde am 28.08. auf Golocal veröffentlicht.)