274/15: Gastritik: Das japanische Sushi-Restaurant „Sayuri“ am Kurfürstendamm in Berlin-Halensee

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Grüne Erbsen mit Wasabi

Grüne Erbsen mit Wasabi

Erstklassig. Kult die Bedienung: Lustiger, etwas zerstreut wirkender Japaner. Zu dritt Sushimehrteiler genossen, Genossen. Gehe wieder hin, auf jeden. – Was einen Japaner ausmacht, der Sushi kredenzt? Witzigkeit.

Kennt keine Grenzen. Wusste aber auch Hape Kerkeling schon, der Gelegenheitsberliner aus Wilmersdorf. Die Summe der Kommentierungen ist nicht das Problem, um zu entscheiden, ob ein Restaurant gut ist oder schlecht. Die Einzelmeinung ist das Problem, und wenn sich der Kommentar herausschält aus der Situation, in der sich die öffentliche Meinung befindet.

Meine Meinung ist positiv. Das japanische Interieur ist karg und von großer Edelheit, Noblesse. Die Mitarbeiter sind super, aus verschiedenen Gründen. Am Kudamm gelegen, eher sehr klein, kommt eine Mitarbeiterin herein von der Straße zum Dienst und begrüßt erst einmal uns drei, die wir hier gerade Platz genommen haben. Ich erstmals.

Wir drei sind uns einig, dass es etwas mit einem macht, wenn eine freundliche Ansprache erfolgt und man als Gast wiedererkannt wird. Ich ja nicht, ich war das erste Mal dort. Die Sushis auf der Karte sind übersichtlich sortiert. Ich bin kein ausgesprochener Großschwätzer und Kenntnisaffe, ich nutze Karten, um mich grob zu orientieren, ich weiß, was ich will, heute Thunfisch und Lachs-Rollen, zwo mal acht Stück, Wasabi und Ingwer dazu, einen Ingwer-Limetten-Tee. Mein Problem ist, dass ich gelegentlich hobbyartig schriftstellere: Ich habe teils zu viele Bilder im Kopf, Situationen, Einrichtungen, Gegenstände, kleinste Begebenheiten. Warum die Chemie am gestrigen Abend für mich so stimmig war, so stimmte? Okay, ich erklär´s.

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Bockwurst mit Brötchen an #Tankstelle - Strafe des Alltags und der Sachzwänge

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Oh,  Angie!

Oh, Angie!

In Berlin-Mitte gibt es ein Restaurant namens „Oh, Angie“ erfahren wir heute auf facebook beim Leute stalken. Wir sehen den Namen, besuchen die Website und finden: Die Website ist prima, es wird gesagt, das Restaurant ist es auch. Die das sagt, hat Ahnung von Gastronomie, betreibt unweit von dort ein eigenes, erfolgreiches Restaurant. Ihr Urteilsvermögen macht uns neugierig. Sofort finden wir, dass das Logo des Restaurants nicht passt. Wie es aussehen könnte, ist hier ganz oben einleitend als Grobentwurf dargelegt. Wir hoffen auf unseren Einstieg in Public Relations, das bunte Pressewesen, Marketing und Merchandising.

Alles Eindrücke der letzten Tage. Das Bemühen, sich ordentlich + gesund zu ernähren. Die Beschäftigung damit. Mit Yin und Yang der Essenskultur.

Schulbücher weisen uns den Weg und erklären uns die Welt. Wie man gesund und wie man weniger gesund lebt. Unterwegs, auf einer Tankstelle, schnell ein Wienerle einpfeifen. Mit Brötchen. Igitt. Der Hunger treibt´s rein. Zuhause asiatischer Flash: Es gibt Reis, Baby, und Sushi. Und süßsaure Garnelen im Glasnudelsalat. Eine Sojasaucen-Künstlerin malt braune Tellergemälde, will aber offiziell unerkannt bleiben. Von wegen brotlose Kunst, Stigmatisierung und so.

Alles in allem wird der Weg kein leichter sein.

Aber Spaß hat´s hier und da doch gemacht.