Fotocollage Tom Yam Gung

246/15: Fotocollage: Tom Yam Gung – Eine der vornehmsten Suppen Thailands!

Fotocollage Tom Yam Gung

Die Fotocollage wurde aus Fotos angefertigt, die bei einem Selbstkochversuch im Februar 2014 entstanden. Der Versuch war seinerzeit übrigens überwiegend geglückt. Paar wichtige Kleinigkeiten fehlten: U.a. Limettenblätter, die gerade nicht vorrätig waren..

Die saurig-scharfe Garnelensuppe gehört für mich zu den Königsdisziplinen der Küche Thailands. Entweder schmeckt sie ganz großartig, oder wie krötenartiger Gallert, eklig. Bzw. so lala. Schmeckt sie überraschend gut, liegt´s vielleicht am ausgewechselten Koch? Eine von vielen Möglichkeiten, ist mir schon passiert (hier)…

Ist sie gut gelungen, wärmt sie von innen nach außen, meliert auf der Zunge und hilft dem Herzen zu hupfen.

Nur Deutsche würden am Ende den Rest noch mit Weißbrot austupfen. Ach, Quatsch: Das machen die Franzosen. Der Deutsche nimmt Graubrot. Manche nehmen Pumpernickel.

235/14: Essen gehen: Über das Glücklich sein über die richtige Köchin

Tom.Yam.Gung

„Wenn ich wüsste, wie Glücklichsein geht, wäre ich es damals gewesen. Und möglicherweise sogar noch heute.“ – Helmut Dietl

Freitag gehört dem gepflegten Essen mit Patric in Berlin an der Fasanenstr., gegenüber die Jüdische Gemeinde. Dort habe ich früher einmal gesessen am „Tag der Opfer der Shoa“. Durch Vorlesen der Namen jüdischer Deportierter gedacht, darunter viele, die in Albert Speers Wohnungsbeschaffungsprogramm für die Führungselite der Nationalsozialisten ausgebürgert worden gen Osten, von wo sie nie wieder kamen. Seelen sammeln, um Menschen zu verstreuen auf Feldern. Das Hotel Kempinski steht hier und gehört ganz Verstreuten in allen Winkeln der Welt. Die thailändische Königsfamilie hatte auch Aktien vom Haus, darüber schrieb ich.

Heute, letzten Freitag, ist die Garnelensuppe „Tom Yam Gung“ von einer so herzzerreißenden Köstlichkeit, dass ich direkt die Bedienung frage: „Was ist los, sie ist heute wirklich umwerfend?“ Sie ist irritiert, denkt einen Moment nach, dann bietet sie mir eine Lösung an. „Mittags kocht hier eine andere Köchin,“ das sei es. Ich beschließe, ihr ausrichten zu lassen: „Gruß in die Küche, es hat mir heute besonders gut geschmeckt, umwerfend.“ – Sie lächelt, ruft ihrer Kollegin ein paar thailändische Wortfetzen rüber, ein bisschen Gekicher und aus der Küche ein fröhliches Lachen. Schön, wenn man gelobt wird.

Linklotse

207/14: Foto: Tägliches Experiment: Die Asiaküche und ihre Überraschungen!

Mich kostet es Kraft und Expertise, eine leicht säuerliche, scharfe Garnelensuppe zu kochen. Allein die Auswahl der richtigen Garnelen ist schon anspruchsvoll. Ganz zu schweigen von den restlichen Zutaten. Eine solche Suppe fix und fertig ist „Tom Yam Gung“, die thailändische Variante dieser äußerst geschmackvollen Garnelensuppe.

Die Sache mit der Zubereitung „asian style“ ist nicht ohne. Man muss ein knochentrockner Fan sein. Und überhaupt: „asian style“, das sagt gar nichts. Die asiatische Küche ist vielschichtig wie die Zahl lokaler Restküchen der Welt, zusammen. Und getrennt.

Manches flutscht leicht von der Hand durch die Finger in den Topf, plumps. Einen Schweineuterus zubereiten? Es gibt Grenzen des Anstands. Der Mensch lebt erstens nicht vom Brot allein. Aber nicht vom bzw. im Schweineuterus. Mitnichten, Ihr Asiafichten.

Es reicht aus, diejenigen Gelüste an sich selbst zu befriedigen, nach denen man ans Kreuz geschlagen dürstet, bzw. gelüstet. Für alles andere gibt es Talentshows, Supertalent, Horst Lichter „mit einem Schuss Sahne“ und Klaas & Joko für die Jugendlichen. Sollen die doch fressen, was im Dschungel übrig blieb. Guten Appetit.