320/15: Positionen: Vom Recht auf eine gutgemachte Speisekarte – Zur höchstrichterlichen Rechtsprechung und Rechtslage

Speisekarte (Bildbearbeitung)

Artikelupdate (nachträglich)
Maria teilt via facebook dringlichkeitshalber mit: “ …ich hätte da noch Gefühlte Tomaten mit Käse, Lende von der Eichel und 4-Bahnhöfe-Pizza anzubieten…“

Und ja: Ich glaube fest daran.

Wir haben als Gast ein Recht auf eine gutgemachte, wohlsortierte bzw. wohlfeile Speisekarte. Bzw. mehrere.

Alles andere wäre hanebüchen.

Das ist auch einer der Gründe, warum es in der Headline dieser Website heißt: „Rettet das Leibgericht.“ Womit wir auch den zweiten Teil der Frage aus der Überschrift hinreichend beantwortet haben. Die Gerichtsstandvereinbarung lautet: Notfalls zuhause kochen.

Orchidee Rheinsberg, Asia

302/16: Gastritik: Ein paar asiatische Gedanken

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Glutamat Banner (Eigenentwurf 10.07.16)

Geschmacksverstärker sind meines Wissens kein fester Bestandteil der guten asiatischen Küche. Vielmehr sind sie ein Produkt der unverzichtbar gewordenen Moderne. Dass sie integraler, unverzichtbarer Bestandteil dieser Küche sind, kann ich nicht nachrecherchieren. Warum?

Alle Speisen werden auf Wunsch auch ohne Glutamat zubereitet, steht auf der Speisekarte der Orchidee in Rheinsberg, einem panasiatischen Restaurant auf der Hauptstr. der Kleinstadt im Brandenburgischen. Sprechen Sie dazu bitte das Personal an. Gut.

Einmal habe ich es vergessen. Dabei hatte ich es so klar und deutlich gelesen und laut vorgelesen. Darüber nachgedacht, gesagt, warum denn das? – Diesen Durst danach.

Ich wünschte mir das andersrum: Alle Speisen werden auf Wunsch auch mit Glutamat zubereitet. – Diesmal habe ich es nicht vergessen. Nachträglich rufe ich noch zum Tresen rüber: „Ach ja, ohne Glutamat.“ – „Gut“, sagt sie. Und nachdem sie eine Weile überlegt hat, meldet sie sich noch mit einer Rückfrage: „Auch das Nudelgericht?“

Ja, warum denn das nicht? – Asiatische Gedanken: Lächeln.

Weiterführend

 

Up-Hus Idyll, Rückseite der Speisekarte

68.12: Gastritik: Das Up-Hus in Neuruppin ist für mich ein Siebensterne-Restaurant á la Qype #qype-Rezensionen

Up-Hus Idyll, Rückseite der Speisekarte

Up-Hus Idyll, Rückseite der Speisekarte

Das Wort Gastritik ist soeben weltweit neueingeführt worden. Es ist ein Kofferwort, zusammengesetzt aus dem Wort „Gastronomie“ und dem Wort „Kritik“ und erinnert an Gastritis. Frühere Vorversionen sprachen noch von Gastrokritik. Zusammengezogen war es jetzt höchste Zeit für eine weitere Straffung der Begriffe: Gastritik entspricht insofern voll und ganz allen zugänglichen Zeichen der Zeit.

„Das Up-Hus wurde 1694 erbaut. Es diente als vorübergehende Unterkunft für Familien, die unverschuldet in Armut geraten waren…. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Zeit bei uns. André und Dana Koch sowie unser Team.“ (Quelle: Speisekarte, Seite 1)

Ob ich mir nun für die Zukunft vornehme, nur noch solche Kritiken als „Duftmarken“  zu verfassen, die mit fünf Sternen vom „Club der Gerechten“ Zeugnis reden? Vornehm, ein Emblem erster Güte: Tue Gutes und iss! Warum nicht?

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