165/13: Foto: Wasserreiches Land, fleischlose Küche und Folienkartoffeln

Für Freunde der fleischlosen Küche!

Für Freunde der fleischlosen Küche!

Ich habe schon viel gesehen im Leben. Doch nur in Rheinsberg gibt es die schier unglaublichsten Vorgänge. An der Seepromenade ist ein Gartenzaun errichtet, er trennt die fußläufige Promenade und den dahinter liegenden Bootssteg. Auf dem Zaun ein Schild: „Privatgrundstück, betreten verboten.“ Nur der Bootssteg führt aufs Wasser. Das Grundstück im Übrigen ist privat. Platsch.

In ungefähr diese Richtung geht die Speisekarte vom Uferrestaurant: Für Freunde der fleischlosen Küche gibt es Folienkartoffeln, mit Matjes, Stremellachs oder sautierten Knoblauchscampis. Wohl bekomm´s.

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161/13: Fotogalerie: „Alter Fritz“, Rheinsberg

Der Alte Fritz hielt nicht Maulaffen feil, sondern Maulbeeren. Er importierte die Bäume nach Deutschland. Seide sollte hergestellt werden, vom Seidenspinner. Der Geschichtenspinner erzählt solche Geschichten. Wir aber lenken nicht ab und weisen stattdessen lieber auf ein großartiges Restaurant in Rheinsberg hin, den „Alten Fritz“. Aufmerksamkeit, Herrschaften!

So alt ist Fritz gar nicht. Er heißt nicht mal so. Das Lokal heißt so, nach seinem berühmten Vorbild. In der Küche steht Sohnematz und heißt zwar nicht „1A“, kocht aber so. Am Tresen und beim Gast am Tisch stehen „Muttern“ und „Vaddah“ und parlieren „1A“ mit den Gästen: Kurzweilig, nett, immer eine kleine Geschichte auf den Lippen. Wer beherrscht heute noch die Kunst der „kurzweiligen Konversation“?

Wer wiederkommt, bekommt Erinnerungsbienchen und wird mit Handschlag begrüßt. Niemand hat sich hier negativ ausgelassen, ausgelassen wird hier allenfalls die Butter zum Spargel. Eigentlich ist braune Butter zum Spargel unpassend. Nein, die Gerichte haben hier immer einen ganz eigenen Dreh, den gekonnten „touch“, der irgendwie einen Hauch anders daherkommt. Der Kopf macht „Aaahhh“ und „Ohhhh“, hier.

Irgendwie wilde, deutsche, junge, überwältigende Küche. Wer mal in Rheinsberg nach dem Glück sucht, findet es hier, direkt unter der Überschrift, die selbiges verspricht, am Haupteingang des Lokals. Ganz große Küche, unbedingt mal hingehen. Großartig. Was ich bereits über diesen Laden schrub auf qype, habe ich hier verlinkt.

 

23.12: Einkauf: Bei der Fleischerei Endler in Rheinsberg gibt es gute Knackwürste

Wurstauslage - Gasthof & Fleischerei Endler, Rheinsberg

Wurstauslage - Gasthof & Fleischerei Endler, Rheinsberg

Der Gasthof & die Fleischerei Endler scheint sowas wie eine “Eierlegende Wollmilchsau” der Gastro-, Gast- und Unterbringbranche in Rheinsberg zu sein. Der Laden der Fleischerei steht auf einem Straßeneck direkt am Platz, ggü. vom Schloß Rheinsberg. Alles ist da irgendwie geschichtsträchtig und man glaubt, den Achselschweiß vom “Alten Fritzen” noch zu riechen. Natürlich ist das nur Einbildung. Oh Gott, die Preußen hatten mehrere Könige bzw. Kaiser, aber auch Bettlersleut´, lerne ich dieser Jahre noch hinzu.

Königlich Wurst bietet die Fleischerei Endler an. Es gibt auch eine warme Mittagsküche, die bereits um 11 Uhr frank und frei von einigen, in der Gegend arbeitenden Handwerkern aufgesucht wird. Mal schnell ´nen Teller Groß-Spießbürgerliches schnabulieren. Wegatmen. Hunger.

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22.12: Gastrokritik: „Zum Jungen Fritz“, Schlossstr. 8., 16831 Rheinsberg

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Unweit vom Schloss Rheinsberg auf der Schlossstr. (Nr. 8) befindet sich die Gaststätte “Zum Jungen Fritz” und sie erzählt uns ein bisschen geschichtsversessen die Geschichte derselben. Wir sind am Vormittag in Rheinsberg unterwegs, es ist kurz vor 11 Uhr, nein geringfügig nach 11 Uhr. “Ich habe nie so glückliche Tage verlebt, als seitdem ich hier gewesen bin”, wird der “Alte Fritz” zitiert. Er soll das am 16. November 1736 gesagt haben.

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