Orchidee Rheinsberg, Asia

302/16: Gastritik: Ein paar asiatische Gedanken

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Glutamat Banner (Eigenentwurf 10.07.16)

Geschmacksverstärker sind meines Wissens kein fester Bestandteil der guten asiatischen Küche. Vielmehr sind sie ein Produkt der unverzichtbar gewordenen Moderne. Dass sie integraler, unverzichtbarer Bestandteil dieser Küche sind, kann ich nicht nachrecherchieren. Warum?

Alle Speisen werden auf Wunsch auch ohne Glutamat zubereitet, steht auf der Speisekarte der Orchidee in Rheinsberg, einem panasiatischen Restaurant auf der Hauptstr. der Kleinstadt im Brandenburgischen. Sprechen Sie dazu bitte das Personal an. Gut.

Einmal habe ich es vergessen. Dabei hatte ich es so klar und deutlich gelesen und laut vorgelesen. Darüber nachgedacht, gesagt, warum denn das? – Diesen Durst danach.

Ich wünschte mir das andersrum: Alle Speisen werden auf Wunsch auch mit Glutamat zubereitet. – Diesmal habe ich es nicht vergessen. Nachträglich rufe ich noch zum Tresen rüber: „Ach ja, ohne Glutamat.“ – „Gut“, sagt sie. Und nachdem sie eine Weile überlegt hat, meldet sie sich noch mit einer Rückfrage: „Auch das Nudelgericht?“

Ja, warum denn das nicht? – Asiatische Gedanken: Lächeln.

Weiterführend

 

Bilderserie "Orchidee", Rheinsberg

237/14: Gastritik: Das Restaurant „Orchidee“ in Rheinsberg sollte Fuß fassen und sich bewähren, es braucht so was!

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Chinesische Winkekatze, bearbeitet

Das Problem am Platze: Wo essen gehen? – Rheinsberg-Gastroland fast abgebrannt. Als Städter auf Reisen durch die Mark oder als Rheinsberger Umländer, essen gehen, wie Fontane speiste oder „Der alte Fritz“. Der übrigens ist schräg gegenüber und zählt ganz zweifelsohne zu den Platzhirschen. Es gibt vielleicht zwei Restaurants in der Qualität, wie sie der „Alte Fritz“ aufzubieten hat.

Asiatisch essen, in Rheinsberg? Nöö… – So halten es viele Rheinsberger. Sie denken sich was und das offene Denken verbrämt sich z.B. in: „Das ist bestimmt eine Geldwaschanlage.“ Wenn nicht? – Wenn es einfach nur ein den Brandenburg-Ostprignitzern das asiatische Essen nahe zu bringen ist?

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234/14: Gastritik: Das Restaurant „Alter Fritz“ in Rheinsberg ist ein ausgesprochen langweiliger Ort

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Weitere Konzentration beim Geschäft mit „user generated content“: Im Kampf um die Vorherrschaft von Bewertungsportalen ging qype an Yelp. Jüngst ist zu hören, das weitere Portal restaurant-kritik.de ginge ebenfalls in Yelp, unter? Wo bleibt denn da der „regionale Unterschied“ im mainstream der Bewertungen? Richtig: Momentan laboriert man auf plazaa.de noch herum, in der löblichen Absicht, etwas Unabhängiges weiter zu betreiben. Das hat mich veranlasst, eine weitere Rezension über ein Restaurant, „das sich lohnt“ zu verfassen. Über den „Alten Fritz“ in Rheinsberg, eins meiner absoluten Lieblingsrestaurants.

Seit ich weiß, Bewertungsportale sind endlich, gibt es dieses doppelte Lottchen, das Veröffentlichen von Rezensionen und das Speichern einer Kopie derartiger Rezensionen im persönlichen backup meines Lebens. Also hier. Der nachfolgende Artikel erschien auf plazaa.de

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Hotel Restaurant "SEEHOF", Rheinsberg

225/14: Gastrokritik: Das Hotelrestaurant „Seehof“ in Rheinsberg ist empfehlenswert

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Hotel Restaurant "SEEHOF", Rheinsberg

Hotel Restaurant „SEEHOF“, Rheinsberg

Zusammenfassung: Sehr gutes Restaurant am Wasser, im Sommer mit überwältigendem Hofambiente.

Dienstag hat der „Alte Fritz“ in Rheinsberg Ruhetag. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

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165/13: Foto: Wasserreiches Land, fleischlose Küche und Folienkartoffeln

Für Freunde der fleischlosen Küche!

Für Freunde der fleischlosen Küche!

Ich habe schon viel gesehen im Leben. Doch nur in Rheinsberg gibt es die schier unglaublichsten Vorgänge. An der Seepromenade ist ein Gartenzaun errichtet, er trennt die fußläufige Promenade und den dahinter liegenden Bootssteg. Auf dem Zaun ein Schild: „Privatgrundstück, betreten verboten.“ Nur der Bootssteg führt aufs Wasser. Das Grundstück im Übrigen ist privat. Platsch.

In ungefähr diese Richtung geht die Speisekarte vom Uferrestaurant: Für Freunde der fleischlosen Küche gibt es Folienkartoffeln, mit Matjes, Stremellachs oder sautierten Knoblauchscampis. Wohl bekomm´s.

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161/13: Fotogalerie: „Alter Fritz“, Rheinsberg

Der Alte Fritz hielt nicht Maulaffen feil, sondern Maulbeeren. Er importierte die Bäume nach Deutschland. Seide sollte hergestellt werden, vom Seidenspinner. Der Geschichtenspinner erzählt solche Geschichten. Wir aber lenken nicht ab und weisen stattdessen lieber auf ein großartiges Restaurant in Rheinsberg hin, den „Alten Fritz“. Aufmerksamkeit, Herrschaften!

So alt ist Fritz gar nicht. Er heißt nicht mal so. Das Lokal heißt so, nach seinem berühmten Vorbild. In der Küche steht Sohnematz und heißt zwar nicht „1A“, kocht aber so. Am Tresen und beim Gast am Tisch stehen „Muttern“ und „Vaddah“ und parlieren „1A“ mit den Gästen: Kurzweilig, nett, immer eine kleine Geschichte auf den Lippen. Wer beherrscht heute noch die Kunst der „kurzweiligen Konversation“?

Wer wiederkommt, bekommt Erinnerungsbienchen und wird mit Handschlag begrüßt. Niemand hat sich hier negativ ausgelassen, ausgelassen wird hier allenfalls die Butter zum Spargel. Eigentlich ist braune Butter zum Spargel unpassend. Nein, die Gerichte haben hier immer einen ganz eigenen Dreh, den gekonnten „touch“, der irgendwie einen Hauch anders daherkommt. Der Kopf macht „Aaahhh“ und „Ohhhh“, hier.

Irgendwie wilde, deutsche, junge, überwältigende Küche. Wer mal in Rheinsberg nach dem Glück sucht, findet es hier, direkt unter der Überschrift, die selbiges verspricht, am Haupteingang des Lokals. Ganz große Küche, unbedingt mal hingehen. Großartig. Was ich bereits über diesen Laden schrub auf qype, habe ich hier verlinkt.