274/15: Gastritik: Das japanische Sushi-Restaurant „Sayuri“ am Kurfürstendamm in Berlin-Halensee

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Grüne Erbsen mit Wasabi

Grüne Erbsen mit Wasabi

Erstklassig. Kult die Bedienung: Lustiger, etwas zerstreut wirkender Japaner. Zu dritt Sushimehrteiler genossen, Genossen. Gehe wieder hin, auf jeden. – Was einen Japaner ausmacht, der Sushi kredenzt? Witzigkeit.

Kennt keine Grenzen. Wusste aber auch Hape Kerkeling schon, der Gelegenheitsberliner aus Wilmersdorf. Die Summe der Kommentierungen ist nicht das Problem, um zu entscheiden, ob ein Restaurant gut ist oder schlecht. Die Einzelmeinung ist das Problem, und wenn sich der Kommentar herausschält aus der Situation, in der sich die öffentliche Meinung befindet.

Meine Meinung ist positiv. Das japanische Interieur ist karg und von großer Edelheit, Noblesse. Die Mitarbeiter sind super, aus verschiedenen Gründen. Am Kudamm gelegen, eher sehr klein, kommt eine Mitarbeiterin herein von der Straße zum Dienst und begrüßt erst einmal uns drei, die wir hier gerade Platz genommen haben. Ich erstmals.

Wir drei sind uns einig, dass es etwas mit einem macht, wenn eine freundliche Ansprache erfolgt und man als Gast wiedererkannt wird. Ich ja nicht, ich war das erste Mal dort. Die Sushis auf der Karte sind übersichtlich sortiert. Ich bin kein ausgesprochener Großschwätzer und Kenntnisaffe, ich nutze Karten, um mich grob zu orientieren, ich weiß, was ich will, heute Thunfisch und Lachs-Rollen, zwo mal acht Stück, Wasabi und Ingwer dazu, einen Ingwer-Limetten-Tee. Mein Problem ist, dass ich gelegentlich hobbyartig schriftstellere: Ich habe teils zu viele Bilder im Kopf, Situationen, Einrichtungen, Gegenstände, kleinste Begebenheiten. Warum die Chemie am gestrigen Abend für mich so stimmig war, so stimmte? Okay, ich erklär´s.

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Restaurant "New Yquan", Halensee

216/14: Gastrokritik: Das Restaurant New Yquan in der Damaschkestr. in Berlin-Halensee #Vietnam

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Restaurant "New Yquan", Halensee

Restaurant „New Yquan“, Halensee

Am 11. Januar 2014 hat Nhuy Truong Bach dieses Restaurant im Haifischbecken „Kudamm-Seitenstraße Halensee“ in der Damaschkestr. eröffnet. Die Gegend gilt gastronomisch als schwierig. Ein paar Häuser nebenan wohnen als kompliziert geltende, äußerst kritische Bildungsbürger. Und viele nette Menschen. By the way: So eine kleine vietnamesische Perl- bzw. Silberzwiebel wie dieser Laden benötigt ein bisschen Protektion.

Dabei sind alle Anlagen, ein gutes Restaurant zu werden, tatsächlich vorhanden und niemand kann ernstlich behaupten, sie gäben sich nicht redlich Mühe, einen ordentlichen Ruf über die Straßenecke hinaus zu erwerben. Nein, sie geben sich hier sehr viel Mühe. Sie sind freundlich, bemüht, hinterher, machen sich einen Kopf, fragen nach, ob alles gut ist und was mehr wünscht sich der Gast? Richtig: Man erwartet es in so einem kleinen Laden wie diesem erst gar nicht.

Möglicherweise wird sich der Laden daher hier halten.

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