Serie: Entrecôte

299/16: Serie: Entrecôte

Wer fotografiert, muss Lust haben hinzuschauen. Den Blick genau auf das Objekt zu richten. Sonst entgehen einem die Details. Im Falle von Fleisch gilt der Rohzustand so interessant wie der Endzustand beim Verzehr. Das rohe Fleisch ist blutrot und mehr oder weniger marmoriert und gibt Saft aus oder ist hundstrocken. Beim Garen ist der Garpunkt von Bedeutung: Wie lange das Fleisch im Anbratvorgang verblieb, hat Auswirkungen auf den Verzehrzustand.

Draußen etwas krustige Textur, gibt es gen rosa und schließlich gegen Blutrot hin tendierenden Zustand im Innern. Hier kann der so genannte Gabelbiss als Anschnittfoto dem Interesse des Betrachters gerecht werden. Man sieht, ob jemand Fleisch angebraten hat, der etwas wertschätzt daran oder ob jemand schlichtweg einen in die Pfanne gehauen hat und sich nicht weiter darum kümmerte.

Hinzuschauen, genauer, ist eine Aufgabe desjenigen, der Fleisch schätzt und es möglichst nicht allzu häufig in großen Mengen verzehrt, wo es aus Massentierhaltung kommt. Umgekehrt wird ein Schuh draus, also eine Schuhsohle. Wenn es lange drinbleibt, aus Massentierhaltung stammt, Wasser austritt, weil das Fleisch ungünstig heranwuchs und am Ende zäh wie Leder ist. Das ist bei dem gezeigten Stück Entrecôte nicht der Fall. Gute Qualität.

43.12: Gastrokritik: „Edds Thairestaurant“ in der Lützowstr., Berlin-Schönberg und vier Schwänze für ein Halleluja! #Essensreste

Collage "Edds Thai-Restaurant", Lützowstr, Berlin-Schöneberg

Collage "Edds Thai-Restaurant", Lützowstr, Berlin-Schöneberg

Bewertung veröffentlicht auf kauperts.de am 02.04.12, Gesamtbewertung: fünf von fünf möglichen Sternen – bester, kurzer Suchbegriff z.B. auf kauperts.de oder qype.com: „Edd“ (kein Spaß)

Als gelegentlicher Rezensent edler oder weniger guter Speisegaststätten, in denen uns „junk food“, Sättigungsbeilage und/oder lecka schmecka serviert wird, scheiden sich meine eigenen Geister am Sterne-Bewertungswesen manchmal. So geht es mir bei Edds Thairestaurant an der Lützowstr. in Beautymountain (Schöneberg), also hier.

Das Essen ist ohne jeden Zweifel „top“, also „lecka schmecka“, um beim Obigen zu bleiben. Ich habe mich diesem Urteil nicht kampflos ergeben, sondern in die Welt hinaus gegoogelt. Allen möglichen wichtigen und weniger wichtigen Bewertungsportalen Meinungen abgerungen, diese abgerufen, sie gelesen. Und nun? Genau: Ich habe meine eigene Meinung. Sollen die da draußen doch schreiben wie die Blöden. Ich habe mir längst meine eigene Meinung gebüldet.

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