329/17: Let Them Eat ‚Currywurst mit Pommes‘ – An der Ecke bei Wulle! Die Nr. 1 aller Imbisswagen auf der Residenzstr., Reinickendorf

Let Them Eat: #CurrywurstmitPommes

Hier an der Ecke ist Reinickendorf pur. Das Straßeneck Residenzstr./Ecke Stargardtstr. ist eine Kiezrepräsentativum. Es steht (und fällt) für eine Gegend, in der wir uns heute hier befinden.

Hier steht einer der in Berlin weniger werdenden Imbisswagen mit Interessenschwerpunkt Curry mit Pommes und „Wollen se ne Wurscht?“. Ich bin wie ein geölter Blitz im Tagesgeschäft unterwegs, aber natürlich bemerke ich auch in mir ständig eine Art Wander- und Orientierungsbewegung. Ich frage mich, wo das alles noch enden soll mit dem fliegenden Wurstgeschäft? Vielleicht sterben die am Ende aus, weil Essen wie dieses keine Zukunft hat? Es wird überall Gemüsedöner geben und Vegetarisch-Arisches (mit strengem Herkunftsnachweis). Mit Zurückverfolgungsgarantie bis in die Generation Vorfahr der Rüben, Ranunken und Steckapfelgemüsen. Aber ich suche mein Glück.

Currywurst mit Pommes, das ist inzwischen so besonders und daher der Erwähnung wert, wie die typische Berliner Eckstampe, die Kneipe mit dem Kindl-Logo vornedran, wo man noch rauchen darf. Nicht dass es einen sonderlich da hinzieht. Die meisten Menschen gehen inzwischen an Kneipen vorbei. Nur Musiker nicht. Der eingeübteste Musikerwitz aller Zeiten lautet: Gehen zwei Musiker an einer Kneipe vorbei. – Schenkelklopfer.

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Münchener Weißwurst

301/16: Gastritik: Currystation 36 an der Otto-Suhr-Allee 36, Charlottenburg – ein Systemvergleich #Wurstfress

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Weil ich keine negativen Kritiken mehr schreibe, lasse ich das in solchen Fällen. Allerdings verdient der Besuch hier doch Erwähnung. Lehnt sich doch der Name an ein überregional bekannt gewordenes Berliner Wurstvorbild nahe an. Also darf uns das nicht Wurst sein.

(Agentur wurstfress) Auftragsgemäß vermutlicher Leser frage ich beim Besuch gezielt nach: Ich hatte vor einiger Zeit gehört, es gab einen Gerichtsstreit, wenn ich nicht irre, beim Berliner Landgericht. Wurstmaxe gegen Bratmaxe. Es ging aber nicht um die Wurst, sondern um die Pelle. Darf sich ein zweiter hier in Berlin nennen, wie Berlins erster? Ich höre: Curry 36 bezieht sich auf SO 36, Berlin-Kreuzberg, alte Postleitzahlen-Nomenklatur. Currystation 36 bezieht sich auf eine Hausnummer. Das gibt wettbewerbsrechtliche Unterschiede? Überprüft habe ich den Thekentalk nicht. Und auch das ist unüberprüft: Hieß die Currystation im Zeitpunkt des Rechtsstreits auch Curry 36 und deswegen?

Dann wäre die Namensänderung doch durch juristischen Streit entstanden.

Dies alles hat aber mit der Currywurst an und für sich wenig zu tun, um die es mir geht, wenn ich Hunger habe zu speisen unterwegs. Ich gebe aber zu, dass genau dies meine Beweggründe waren, hier anzuhalten. Ich wurde zufällig drauf aufmerksam, weil ich ja immer mit etwas Abneigung auf diese Straßenecke gucke: Gegenüber ist das Scientologen-Berlingebäude.

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Restaurant Tuans Hütte, Berlin-Mitte

287/15: Foto: Thaleh Duad (Meeresfrüchte, thai style), Tuans Hütte, Milchkaffee, Currywurst und Fernsehgernsehturm, Berlin-Mitte

Fernsehgernsehturm Berlin-Mitte

Ein kurzer Streifzug zu Fuß durch Ostberlins Mitte, rund um den Fernsehturm: Zunächst ein Meeresfrüchtegericht im Restaurant Tuans Hütte, dann ein fußläufiges Umherstreifen in Erinnerungen an den Fernsehturm, die deutsch deutsche Wiedervereinigung von West und Wildost und dann ein Einkauf in einem Asiasupermarkt am Alex. #Zusammenfassung

Für die einen ist er der Telespargel, andere nennen ihn den TV-Pimmel Ostdeutschlands. Wie auch immer wir ihn nennen, ist der Fernsehturm ein gutgeratenes, seltenes Vorzeigerelikt jener sozialistischen Jahre, die bereits schon länger untergegangen sind. Noch immer trifft sich Deutschland gern unter ihm. Etwas seitlich ist die Weltzeituhr, der konspirative Treff jeder subversiven Absicht der Siebziger und Achtziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Als noch niemand die Absicht hatte, Mauern zu errichten. Bereits für längere Zeit im real existierenden Sozialismus existierte sie real, die Mauer, während sich in ihrem Schatten Menschen dort trafen und an ihrer Überwindung arbeiteten, konspirativ. Deutsch deutsche Widersprüche.

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230/14: Foto: Don´t curry, be happy

Wenn du eine Currywurst selbst zubereitest, sei gewiss: Es kann dir auch misslingen. Ist die Wurst gelungen, ist alles gut. Ist sie hingegen von schlechtem Ergebnis: „Don´t curry, be happy!“ Du kannst immer noch zum Bratwurststand umme Ecke gehen. Außerhalb von Berlin ist das nicht ganz leicht. Was in Restdeutschland so als Currywurst angeboten wird, sic! Manchmal ganz schon mieses Zeugs.

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25.12: Einkauf: Die schärfsten Saucen werden erfahrungsgemäß nicht mit einer „Goldenen Peperoni“ ausgezeichnet.

Scampi @Krasselt, Berlin-Zehlendorf
Scampi @Krasselt, Berlin-Zehlendorf

Die Scoville-Skala ist eine Skala zur Abschätzung der Schärfe von Früchten der Paprikapflanze. Auf der Scoville-Skala, die 1912 von dem Pharmakologen Wilbur L. Scoville entwickelt wurde, beruht der Scoville-Test (ursprüngliche Bezeichnung Scoville Organoleptic Test). Zunächst wurde der Schärfegrad indirekt und rein subjektiv ermittelt, heute kann er jedoch auch experimentell bestimmt werden. Der Wert ist abhängig vom Anteil des in der getrockneten Frucht enthaltenen Capsaicins, eines Alkaloids, welches Schmerzrezeptoren der Schleimhäute reizt und somit die Schärfeempfindung auslöst. (sagt die deutsche Wikipedia über „Scoville“)

Dass jeder noch so ins Detail der Raffinessen verliebte Freizeitgourmet von Zeit zu Zeit bei schlichten Currywurstbunden einkehrt, um dem Einfachen zu huldigen, hat sich herumgesprochen. Das ist bekannt.

Bei Krasselt in Berlin-Zehlendorf gibt es aber nicht nur Currywurst. Der Chef hat dem gläsernen, vor einen Supermarkt gesetzten „Currywurstshop“ noch eine zusätzliche App verordnet, die sich in stärkerem Maße dem Gourmetbürger zuwendet. Krasselt, das steht für Currywurst, besondere. Hinzugefügt wurde dem Namen „Scampis & more“. Womit man deutlich sagt, da gibt’s noch anderes zu „veratmen“. So wie auf dem Foto. In Berlin-Steglitz, am Steglitzer Damm, steht Krasselt Nr. 1 als Edelstahlshop „im Shop“ (aha, auch dort) an der Straßenfront. Dort ist immer mächtig was los, auch zu späterer Stunde. Und „rattenscharf“ darf es durchaus auch mal sein.

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