67.12: FotoPodcast: Was das Spanferkel in und mit uns macht…. #Eigenbeobachtungen

Spanferkel am Grill, "Alles Kunst", Repente, OPR, BRB

Spanferkel am Grill, „Alles Kunst“, Repente, OPR, BRB

Hochauflösende Digitalfotografie legt alles frei. Die Bilder hier sind durch Mausklick auf Bildschirmgröße zu vergrößern und wahrlich nichts für sanfte Gemüter. Mich fragte neulich jemand, warum ich tote Tiere fotografisch veröffentliche? Ich sagte: Weil das Leben so ist. Etwas Besseres fiel mir nicht ein. Stimmt: Es lässt sich nicht ändern und ich mache hier auch kein Plädoyer für und wider bestimmte Lebensstile. Mir geht es darum abzubilden, was Menschen ums Essen herum veranstalten. Das ist die Realität. Urteile bildet sich der Leser bitte selbst. Scharfsichtig wie ein Turmfalke: Ggf. mit Laserbrille!

Man weiß es nicht. Und es ist kein alltäglicher Vorgang.

So ein Spanferkel am Grill ist nichts, was der deutsche Durchschnittsbürger sich an den eigenen Grill hängt. Man muss einiges Equipment auffahren. Dies hier hat rund 35 kg, sagt Steffen K., der Initiator des Spanferkel-Grillens. Davon zieht man natürlich jede Menge Knochen „und so“ ab. Es geht hier um „brutto“ und „netto“-Rechnungen, ahne ich. 35 kg Spanferkel sind noch lange nicht 30 kg Fleisch.

Kugelgelenk vom Spanferkel

Kugelgelenk vom Spanferkel

Wie der „rote Planet“ hängt die Gelenkkugel vom Bein des Spanschweins unter einer Fleisch- und Muskelfaserhülle und als sie endlich freigelegt ist, leuchtet sie im Licht der Sonne wie eingeölt. Großartiger Anblick.

Im Übrigen essen die Gäste alle im Durchschnitt nicht mehr als 200 g. Das ist der Durchschnitt. Nicht mitgerechnet natürlich die 17-jährigen Jungs, die gern 500 g oder mehr essen würden. Für ihr Leibeswohl. Und wir sind doch eher ehrfürchtig. An so ein Schwein muss man sich auch mit Anstand annähern. Man sollte ihm Achtung entgegen bringen, so merkwürdig das auch klingen mag.

Und die Vegetarier, die es unethisch finden, so ein totes Schwein auf einen Grill aufzuspießen, es der zügellosen Appetitmaßlosigkeit übergewichtiger „Fleischfresser“ auszusetzen und preiszugeben. Die „fressen einfach alles“, sagen einige Vegetarier, die Fleischfresser sind wie die Schweine Allesfresser, entgegnen die Fleischfresser. Wie sehr sich auch die Diskussion darum im Kreis der Argumentationen bedient, so bleibt das doch ein erschütternder, beeindruckender Vorgang. So ein Schwein hängt vier Stunden am Grill, bevor es dann „zum zweiten Mal geschlachtet“ wird und vollkommen auseinander genommen wird.

Spanferkel vom Grill, kopfseitig aufgetischt

Spanferkel vom Grill, kopfseitig aufgetischt

Den Rest bekommen die Hunde, das Rückgrat des Schweins wird noch ordentlich durchgesägt. Jeder bekommt ein bisschen und so hat am Ende jeder etwas mehr Rückgrat.

Spanferkel vom Grill, vom Rest das Beste für die Hunde

Spanferkel vom Grill, vom Rest das Beste für die Hunde

Bis wieder eins aufgetischt wird, wird eine gewisse Zeit ins Land gehen. Bis dahin sind wir erst einmal ein bisschen beeindruckt. Ich hätte jetzt hier noch Dutzende solcher Fotos, weitere vom selben Ereignis. Nicht alle wollte ich zeigen. Wozu auch?

(EP)