Bilderserie: Tuan´s Hütte, Mitte

232/14: Gastrokritik: Was über Tuan’s Hütte in der Dirksenstr., Berlin-Mitte gesagt werden kann!

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Einigermaßen verwirrt, noch nichts über die Hütte vom Tuan hinterlassen zu haben, hier. Das ist unbegründet und wird jetzt kurz nachgeholt.

Das Restaurant ist eine kleine Hütte (nomen est omen), wie als wäre es ein richtiges Restaurant. Ist es, aber die Idee ist anders, die Umsetzung ist missglückt: Als eine Art Imbiss geplant, hat sich für mich TH (nicht Tokio Hotel) zu einer Art „richtiggehendem Restaurant“ gemausert. Die Zeit, die Zeit.

TH gehört in einen Verbund asiatischer Gastronomie auf höchstem Niveau. Das Mutterschiff ist das „MAOTHAI“ (Stammhaus am Wörther Platz, a.a.O.). Hinzu kommt das Restaurant SISAKET in der Mauerstr.. Früher gab es noch das MAOTHAI in der Meierottostr. am Fasanenplatz. Alles gehörte ursprünglich zu einem Berliner Gastronom. Der ist inzwischen weg.

Nachfolgerin ist aktuell eine vietnamesische Geschäftsfrau, die als profunde Kennerin dieser Art von Küche gilt. Und so ist auch TH aufgezogen: fluffig thailändisch, gute Gerichte auf den Punkt, nicht zu sehr verzärtelt, wie in anderen Thai-Restaurants (die hochwertigeren beiden MAOTHAI und SISAKET etwa), sondern schnell, preiswert und auf den Punkt.

Das Imbissartige an dieser Kultstätte des guten, runden Geschmacks in der Dirksenstr. ist hier das Motto. Ich esse sehr gern Yam Nuea (thail. Rindfleischsalat) oder bestelle mir mit Vorfreude eine ganze, kross gebratene Dorade, die in viel süß-scharfer Sauce schwimmen muss. Damit das sichergestellt ist, bestelle ich stets eine Extraportion von der Sauce extra und beeile mich zu erwähnen, dass ich das gern bezahle.

Denn sonst?

Dieses asiatische Lächeln, dieses „Ja Ja“ und dann kommt doch nur Mainstream. Das ist allerdings kein Punkt weniger in meiner Bewertung, denn das kenne ich von durchaus vielen asiatischen Restaurants in Berlin. Leider.

(Diese Gastrokritik erschien auf http://www.plazaa.de)