Bilderserie "Mao Thai", Prenzlauer Berg

218/14: Gastrokritik: Vom Mai Thai in Prenzlauer Berg, high end-Thaiküche Berlin´s

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Bilderserie "Mao Thai", Prenzlauer Berg

Bilderserie „Mao Thai“, Prenzlauer Berg

Am Ende alles gut.

Ich kenne den Laden in der Wörther Str. schon geschätzt 10 Jahre. Seither hat sich dort nicht viel verändert.

Von Anfang an war er ausgelegt als „zur Spitzenklasse der Berliner Thaiküche“ unter den ersten vier, fünf Restaurants dieser Art. Das war so. Das blieb so. Auch letzten Freitag.

Unverständlich: Noch niemand hat auf plazaa.de dies Restaurant einmal grundlegend bewertet. Deswegen hole ich das jetzt nach. Es ist Brunftzeit und ich bin der Platzhirsch, der thailändische.

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Angefangen hat Mao Thai mit dem vormaligen Besitzer Norbert Frankenstein, dem in Berlin mehrere Lokale ähnlicher Provenienz gehörten. Dazu gehörte das gleichnamige Mao Thai am Fasanenplatz (Meierottostr.) und Tuan´s Hütte (Dirksenstr., Mitte). Frankenstein war mit der Spitzenküche Thailands sehr erfolgreich und hatte viele Neider. Viele Male kam der Gewerbeaußendienst und filzte das Lokal aufgrund von anonymen Anzeigen nach unerlaubten Beschäftigten. Am Ende hing Frankenstein Aushänge aus im Geschäft. Und hatte ziemlich die Nase voll. Er verdünnisierte sich aus der Thai-Gastro-Szene.

Inzwischen gehört das Mao Thai mit dem weiteren Restaurant Sisaket (Mauerstr., Mitte) und Tuan´s Hütte (Dirksenstr., Mitte) zur selben vietnamesischen Gastronomin und hat sich nicht nur den unbestritten vorderen Platz gesichert, sondern seinen Ruf weiter ausgebaut. Hier gibt es wirklich feinste, großartige Küche aus mehreren Regionalküchen Thailands.

Bilderserie "Mao Thai", Prenzlauer Berg

Bilderserie „Mao Thai“, Prenzlauer Berg

Die von mir hochgeladenen Bilder vom vergangenen Freitag zeigen ein vegetarisches, rotes Curry meines Freunds Stephan, mit dem gemeinsam ich dort aß. Ich selbst bestellte mir gegen 23:15 Uhr eine kross gebratene, frittierte Dorade in einer süßlich-scharf-sauren Chilisauce (ohne Ananas), das ist diejenige Sauce, die ohne Tapiokamehl zubereitet wird, also nicht sämig ist und irgendwie mehlig (wie beim schlechten Chinesen), sondern flüssig, sauer, leicht und von einer gottesgleichen, fruchtigen Schärfe. Die gute von der schlechten Schärfe unterscheide ich, indem ich von der ersteren ihre Fruchtigkeit, süßlich-sauer mit einem „scharfen Klangkörper“ beschreibend wortsuche, während die schlechtere von teuflischer Schärfe und kantigem Rasiermesserschnitt auf der Zunge zeugt. Die mag ich nicht.

Dazu gibt es bei mir immer -Hervorhebung: immer!- einen Extranapf Sauce, „kannste extra berechnen, iss wurscht“, pflege ich noch zu sagen. Wenn mich die Thailänderin, die mich bedient, überhaupt verstehen würde. Na ja, ich gebe zu, hier werde ich wohl immer verstanden. Ich bin schon so viele Jahre hier, dass ich den Laden kenne, und die kennen mich.

Mein Danke schön für ungezählte großartige Essen mit Freunden, Freundesfreunden und Geschäftspartnern, das soll diese positive Weiterempfehlung sein.

Einer meiner wenigen Lieblingsthais in Berlin, nicht wie schauspielernd zu sagen wäre, „ganz großes Kino“, sondern -und das ohne jede Übertreibung- ganz große Küche. Weiter so! Höchstbewertung meinerseits.

(Dieser Artikel erschien auch auf plazaa.de)

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