22.12: Gastrokritik: „Zum Jungen Fritz“, Schlossstr. 8., 16831 Rheinsberg

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Unweit vom Schloss Rheinsberg auf der Schlossstr. (Nr. 8) befindet sich die Gaststätte “Zum Jungen Fritz” und sie erzählt uns ein bisschen geschichtsversessen die Geschichte derselben. Wir sind am Vormittag in Rheinsberg unterwegs, es ist kurz vor 11 Uhr, nein geringfügig nach 11 Uhr. “Ich habe nie so glückliche Tage verlebt, als seitdem ich hier gewesen bin”, wird der “Alte Fritz” zitiert. Er soll das am 16. November 1736 gesagt haben.

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Mir ist das definitiv zu lange her. Ein kleines Hüngerchen schon quält mich seit mindestens 30 Minuten und um einen Kaffee am Morgen zu trinken, halten mich andere Lokalitäten “just around this corner” noch auf. Die wenigsten sind jetzt schon eingerichtet darauf. Der “Junge Fritz” wird von der Familie Rottke betrieben, wie lange, habe ich nicht erfragt. Nur das der Ort hier geschichtsträchtig ist, lässt hoffen, nicht nur Tradition spielt eine Rolle, sondern auch gastronomische Qualität.

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Sie servieren hier “Regionale Kost nach den Rezepten typischer Hausmannskost”, haben sie sich auf die postsozialistischen Einheitsfahnen geschrieben, um sich von den anderen hier abzuheben. Die Sauerei meines persönlichen Vormittags war, dass ich ggü. bei der offenbar allmächtigen Fleischerei Endler an der Ecke war. Hier bestellte ich “Knackwurst”, Knacker, en gros.

Weil ich beschloss sie mitzunehmen und nicht sofort zu verspeisen, ließ uns die Gaststätte “Zum Jungen Fritz” saftig grün visuell einladen und so kehrten wir ein. Die Speisekarte ist schon ein Buch mit vielen Siegeln und es braucht eine Zeit, sich da durchzuarbeiten. Das taten wir und zum Beweis habe ich auch artig ein paar Fotos davon hochgeladen.

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Zum Jungen Fritz - Speisekarte

Schließlich missfiel mir alles Übrige und ich entschloss mich, die Schweineleber am frühen Morgen zu verkosten. Mit Stampfkartoffeln für 7,90 €. Insgeheim rechnete ich wegen der frühen Zeit schon gehässig mit einer Absage. Aber weit gefehlt. Kein Problem.

Was ich nicht erwartet hätte: Sie schmeckte vorzüglich, mit knuspriger Kruste und Zwiebeln und buchstäblich nichts zu meckern. Den Rest kann sich jeder auf den Speisekarten ansehen, die ich upgeloadet habe. Auch der Milchkaffee, den ich dazu trank, ließ mich nicht meckern. Danach machten wir uns vom Acker oder, dem Reim zuliebe, von den Äckern.

Zum Jungen Fritz - Schweineleber

Zum Jungen Fritz - Schweineleber

Netter Laden, gutgelaunter Wirt, wirklich ausgesprochen freundlich. Hingehempfehlung mit zünftiger, gutbürgerlicher Küche. Sogar Grützwurst gibt es dort, eine lokale Delikatesse. Guten Appetit.

Linklotse

(EP)