Zu Besuch auf Gut Hesterberg

291/15: Einkauf: Zu Besuch auf Gut Hesterberg, Neuruppin, Brandenburg

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Die Schinken an der Decke hängen seit rund 15 Jahren an der Decke: Luftgetrocknet? Nein, geräuchert.

Deko-, nicht Parmer Schinken (luftgetrocknet). Zum Verzehr nicht mehr geeignet. Das war auch nie die Absicht.

Alles andere ist frisch und kann gegen Hartes erworben werden. Die Qualität ist gut auf Gut Hesterberg. Ein moderner Betrieb, auf der grünen Wiese gewachsen und im traditionellen Landbauernhofstil geschmiedet. Mit überall glücklichen Viechern, wie die Webseite betont. Einkaufstipp: Eine Leberwurst mit Äpfeln und Zwiebeln. Schmeckt irre.

Hier ist die Website der Unternehmung…

Himbeeren

289/15: Positionen: BGH-Urteil (I ZR 45/13) verteilt Goldene Himbeere an Lebensmittelindustrie! Richtig so! #Teekanne #Teawatch

Logo "Goldene Himbeere"

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Himbeeren

Himbeeren

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Er monierte unter anderem, dass das „natürliche Aroma mit Himbeergeschmack“ in Wirklichkeit aus Holzspänen oder Schimmelpilzen gewonnen werde.

schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung hier und der Kopf macht „Ahh!“ und „Och!“ und „Naja, genau.“ Wir erinnern uns an Orangensaft, dem Holzspäne als Fruchtfleischersatz beigemengt wurden, und wir sind sauer auf die Industrie an sich, auf Fakeprofile und -produkte, auf Lebensmittel, die uns verkauft werden von gewissenlosen Halsabschneidern, denen einzig und allein ihre Kapitalverzinsung Pluspunkte bringt. Und eben nicht die gute Qualität erstklassig erzeugter Lebensmittel.

Mit dieser Verbrecherindustrie hat sich der Bundesgerichtshof beispielhaft am Himbeertee ergötzt und unter dem Aktenzeichen I ZR 45/13 ein Stück weit die Suppe ausgelöffelt, die ein namhafter Teehersteller namens Teekanne unter der freien Fantasiebezeichnung Felix-Vanille-Himbeer-Abenteuer vertrieb. Ein Abenteuer schon, so befanden die Richter sinngemäß bleibt die tatsächliche Zusammensetzung des Fälschertees doch hinter den maulheldenhaft benützten Produktbezeichnungen zurück. Der Beschluss des BGH, so mein Resümee lässt Verbrauchern nun viel Spielraum, gegen Scharlatanerie in der Lebensmittelindustrie vorzugehen.

Weiteres lässt sich der Pressemitteilung des BGH zum Beschluss hier entnehmen.

270/15: Linktipp: Vom Wolfsarsch

Nein, ich will nicht missionieren! Ich bin auch kein Aktivist. Ich koche und esse leidenschaftlich gerne. Aber ich stelle gängige Praktiken der Lebensmittelindustrie infrage. Weil ich besser essen will. Dafür nicht so oft. In unserer modernen Gesellschaft, insbesondere in Deutschland, nimmt das Essen und Genießen zwar einen hohen Stellenwert ein, aber nicht wenn es um die Kosten geht. …Fisch aus Aquakultur werde ich nicht mehr kaufen, auch wenn rundherum ‘Bio’ drauf steht. Warum? Weil ich beides probiert habe. (The Masked Chef, Link unten)

Der Wolfsarsch ist oa fein´s Fischle. Die Gattung entstand post gastronomem, in der digitalen Fotonachbearbeitung, durch einen Kunstgriff. Dabei wird der Wolfsbarsch geschätzt, sagt auch der „Man without head“, ein lesenswerter Food- + Cookblogger, der unter dem Namen „The masked Chef“ auftritt und schnippelt, köchelt und notfalls auch zuzelt.

Wie Recht er hat. Die Entwicklung lässt sich nicht wünschenswert umdrehen: Es werden zunehmend Menschen auf gute Qualität setzen, sobald sie es sich leisten können. In der Zweiklassengesellschaft wird allerdings der Mittellose, und der Minderbemittelte erstrecht, weiterhin gnadenlos günstig einkaufen. Sich keinen Kopf machen.

Unsere Geschmacksknospen? Bzw. unsere Ethik, Lebewesen zu sein, unter unseresgleichen? Dass wir der Natur etwas abringen nur aus Gründen notwendiger Ernährung, so wie es in der Natur gang und gäbe ist. Die Natur wird weiterhin Wasser saufen. Es ist zum Haare raufen, Graf von Hohenstauffen…, Himmel, Gesäß und Nähfaden. Aufs mitbenutzte Pergament lässt sich prima eine Liga der artgerechten Einkaufsethiken schreiben und mitveröffentlichen.

Hier ist der lesenswerte Artikel zum Thema Wolfsbarsch zutreffend verlinkt….

Es geht nichts über ein gutsortiertes Asia-Fachgeschäft: China-Shop, Senj, Kroatien

250/15: Tipps vom Einkaufsprofi: Die Auswahl der richtigen Bezugsquellen beim Asiafoodeinkauf ist wichtig

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Wenn du der Asiaküche verfallen bist, ist es unheimlich wichtig, korrekte, funktionierende Lebensmittel-Einkaufsquellen (nicht „-quallen“) zu organisieren, diese regelmäßig aufzusuchen und dort frische, originale Asia-Lebensmittel einzukaufen. Darauf kann im Grunde nicht verzichtet werden.

Im Grunde wichtig: Gerichtet an all die deutschen Einkaufslaien und -lakaien (losgeschickte Ehemänner mit Einkaufszetteln) hier ein paar Tipps. Deshalb locker und flockig, cremig bzw. ölig im Fließtext. Zuallererst liegt die Betonung hier auf „korrekten Quellen“ (nicht Quallen) für den Asia-Lebensmitteleinkauf, das haben wir einleitend schon bemerkt.

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184/14: Einkauf: Parkpalettengrauer Asia-Markt, erreichbar über Aufzug nach „down under“ und im Keller gelegen

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Jene Berliner, die gern asiatisch kochen, wissen längst, dass in Berlin drei große Filialen eines vietnamesischen Supermarkts namens Vin Loi existieren. Über alle habe ich schon irgendwo geschrieben. Der von dem heute hier die Rede ist, befindet sich in der Müllerstr. im Nordberliner Arbeiterbezirk Wedding. Er eignet sich als Einkaufsquelle auch für nördlich von Berlin wohnende Umländer, die wir -bei ähnlicher Sachlage im Dschungel in Australien- für gewöhnlich Ureinwanderer Brandenburgs nennen würden. In Berlin allerdings heißen die nicht so.

Hier heißen auch nicht so viele blonde Mädchen Larissa und werden zu Publikumslieblingen. Es wohnen hier Ayse, Metin, Heike und Horst, aber auch Fatima und Han Sun, kurz gesagt ein wilder Nationalitätenmix. Vin Loi ist dabei der asiatischste aller Berliner Supermärkte und keiner von den weiteren existierenden kann es hinsichtlich der Auswahl ernstlich mit diesem „Giganten“ aufnehmen.

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