270/15: Linktipp: Vom Wolfsarsch

Nein, ich will nicht missionieren! Ich bin auch kein Aktivist. Ich koche und esse leidenschaftlich gerne. Aber ich stelle gängige Praktiken der Lebensmittelindustrie infrage. Weil ich besser essen will. Dafür nicht so oft. In unserer modernen Gesellschaft, insbesondere in Deutschland, nimmt das Essen und Genießen zwar einen hohen Stellenwert ein, aber nicht wenn es um die Kosten geht. …Fisch aus Aquakultur werde ich nicht mehr kaufen, auch wenn rundherum ‘Bio’ drauf steht. Warum? Weil ich beides probiert habe. (The Masked Chef, Link unten)

Der Wolfsarsch ist oa fein´s Fischle. Die Gattung entstand post gastronomem, in der digitalen Fotonachbearbeitung, durch einen Kunstgriff. Dabei wird der Wolfsbarsch geschätzt, sagt auch der „Man without head“, ein lesenswerter Food- + Cookblogger, der unter dem Namen „The masked Chef“ auftritt und schnippelt, köchelt und notfalls auch zuzelt.

Wie Recht er hat. Die Entwicklung lässt sich nicht wünschenswert umdrehen: Es werden zunehmend Menschen auf gute Qualität setzen, sobald sie es sich leisten können. In der Zweiklassengesellschaft wird allerdings der Mittellose, und der Minderbemittelte erstrecht, weiterhin gnadenlos günstig einkaufen. Sich keinen Kopf machen.

Unsere Geschmacksknospen? Bzw. unsere Ethik, Lebewesen zu sein, unter unseresgleichen? Dass wir der Natur etwas abringen nur aus Gründen notwendiger Ernährung, so wie es in der Natur gang und gäbe ist. Die Natur wird weiterhin Wasser saufen. Es ist zum Haare raufen, Graf von Hohenstauffen…, Himmel, Gesäß und Nähfaden. Aufs mitbenutzte Pergament lässt sich prima eine Liga der artgerechten Einkaufsethiken schreiben und mitveröffentlichen.

Hier ist der lesenswerte Artikel zum Thema Wolfsbarsch zutreffend verlinkt….

Es geht nichts über ein gutsortiertes Asia-Fachgeschäft: China-Shop, Senj, Kroatien

250/15: Tipps vom Einkaufsprofi: Die Auswahl der richtigen Bezugsquellen beim Asiafoodeinkauf ist wichtig

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Wenn du der Asiaküche verfallen bist, ist es unheimlich wichtig, korrekte, funktionierende Lebensmittel-Einkaufsquellen (nicht „-quallen“) zu organisieren, diese regelmäßig aufzusuchen und dort frische, originale Asia-Lebensmittel einzukaufen. Darauf kann im Grunde nicht verzichtet werden.

Im Grunde wichtig: Gerichtet an all die deutschen Einkaufslaien und -lakaien (losgeschickte Ehemänner mit Einkaufszetteln) hier ein paar Tipps. Deshalb locker und flockig, cremig bzw. ölig im Fließtext. Zuallererst liegt die Betonung hier auf „korrekten Quellen“ (nicht Quallen) für den Asia-Lebensmitteleinkauf, das haben wir einleitend schon bemerkt.

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184/14: Einkauf: Parkpalettengrauer Asia-Markt, erreichbar über Aufzug nach „down under“ und im Keller gelegen

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Jene Berliner, die gern asiatisch kochen, wissen längst, dass in Berlin drei große Filialen eines vietnamesischen Supermarkts namens Vin Loi existieren. Über alle habe ich schon irgendwo geschrieben. Der von dem heute hier die Rede ist, befindet sich in der Müllerstr. im Nordberliner Arbeiterbezirk Wedding. Er eignet sich als Einkaufsquelle auch für nördlich von Berlin wohnende Umländer, die wir -bei ähnlicher Sachlage im Dschungel in Australien- für gewöhnlich Ureinwanderer Brandenburgs nennen würden. In Berlin allerdings heißen die nicht so.

Hier heißen auch nicht so viele blonde Mädchen Larissa und werden zu Publikumslieblingen. Es wohnen hier Ayse, Metin, Heike und Horst, aber auch Fatima und Han Sun, kurz gesagt ein wilder Nationalitätenmix. Vin Loi ist dabei der asiatischste aller Berliner Supermärkte und keiner von den weiteren existierenden kann es hinsichtlich der Auswahl ernstlich mit diesem „Giganten“ aufnehmen.

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172/13: Einkauf: Der Asia-Supermarkt „GoAsia“ in der Kantstr., Berlin-Charlottenburg #Reviews

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Kantstr. 101, 10627 Berlin, Telefon: 030 89580600, www.goasia.net

GoAsia ist eine grün anmutende Supermarktkette mit mehreren Stützpunkten in Berlin. Der Laden in der Kantstr. liegt gut erreichbar, Nähe Stuttgarter Platz. Auf dem Hof hinten sind Kunden-Parkplätze. In der Gegend sind Parkplätze wichtig. Nicht nichtig.

Der Laden ist relativ groß für mein Gefühl und übersichtlich „vollgepackt“. Gleich vorn am Haupteingang zur Kantstr. hin sind Obst & Gemüse. Positiv: Die Auswahl ist einigermaßen groß und es gibt sogar türkische, rote Peperoni, die scharfen. Die Qualität ist sehr, sehr häufig gut und die Frische nicht zu beanstanden. Super: Es gibt auch Pilze, darunter Bio-Seitlinge und Shitake-Pilze. Ansonsten Thaikräuter, Chilis, Sprossen in Hülle und Fülle. Das Sortiment ist breit gefächert.

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170/13: Foto: Kartoffelpresse, Skordalia, unterschiedliche Erfahrungen mit zuviel Zutaten

Kartoffelpresse, Collage

Kartoffelpresse, Collage

Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln. Ich bevorzuge daher kleinere.

Verena hat mir gesagt, wie man Skordalia zubereitet.

Das hat mich richtig fuchsig macht: Mir fehlte das passende Werkzeug dafür. Kartoffeln manschen. Richtig fein manschen.

Jetzt habe ich seit kurzem eine Kartoffelpresse. Und genieße seit dem das Leben wieder. Endlich.

Seit kurzem probiere ich an Skordalia, einem griechischen Kartoffel-Knoblauch-Püree, herum. Mit unterschiedlichen Erfahrungen und wechselndem Erfolg. Eine ganz wesentliche Erkenntnis: Bei wenigen anderen Gerichten kann man sich schneller vertun. Ein, zwei Zutaten zu viel und schon schmeckt es nicht mehr wie Skordalia. Später dazu mehr.

Den Betreibern von Kaiser´s an der Deutschen Oper ist mittlerweile alles Wurst

133/13: Foto: „A & P-Lasagne mit Spuren von Pferdefleisch“

"A & P-Lasagne mit Spuren von Pferdefleisch"

„A & P-Lasagne mit Spuren von Pferdefleisch“

Große Aufregung, als Stellvertreter für den für dumm verkauften Endverbraucher: Aushänge wie diese sollen den Flurschaden begrenzen, den die Nahrungsmittelindustrie verursacht. Das Vertrauen in die ganze Branche ist tief erschüttert. Alles kann überall und irgendwo beigemischt werden. Du weißt als Verbraucher längst nicht mehr, was es ist, bzw. was du isst. Achtung: Verbraucherköpfe können „Spuren vorn Hirn“ enthalten… – Man fängt an nachzudenken!

An der Tiefkühlschrankwand von Kaiser´s in der Bismarckstr. in Berlin-Charlottenburg, direkt gegenüber der Deutschen Oper hängt ein Aushang. Es geht um „A & P-Lasagne mit Spuren von Pferdefleisch“. Von einem rabulistischen Standpunkt aus könnte uns das im Grunde genommen alles Wurst sein. Pferd und Kuh sind Mitglieder der menschlichen Nahrungskette und als „ethisch koscher“ eingestuft.

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