Orchidee Rheinsberg, Asia

302/16: Gastritik: Ein paar asiatische Gedanken

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Glutamat Banner (Eigenentwurf 10.07.16)

Geschmacksverstärker sind meines Wissens kein fester Bestandteil der guten asiatischen Küche. Vielmehr sind sie ein Produkt der unverzichtbar gewordenen Moderne. Dass sie integraler, unverzichtbarer Bestandteil dieser Küche sind, kann ich nicht nachrecherchieren. Warum?

Alle Speisen werden auf Wunsch auch ohne Glutamat zubereitet, steht auf der Speisekarte der Orchidee in Rheinsberg, einem panasiatischen Restaurant auf der Hauptstr. der Kleinstadt im Brandenburgischen. Sprechen Sie dazu bitte das Personal an. Gut.

Einmal habe ich es vergessen. Dabei hatte ich es so klar und deutlich gelesen und laut vorgelesen. Darüber nachgedacht, gesagt, warum denn das? – Diesen Durst danach.

Ich wünschte mir das andersrum: Alle Speisen werden auf Wunsch auch mit Glutamat zubereitet. – Diesmal habe ich es nicht vergessen. Nachträglich rufe ich noch zum Tresen rüber: „Ach ja, ohne Glutamat.“ – „Gut“, sagt sie. Und nachdem sie eine Weile überlegt hat, meldet sie sich noch mit einer Rückfrage: „Auch das Nudelgericht?“

Ja, warum denn das nicht? – Asiatische Gedanken: Lächeln.

Weiterführend

 

Münchener Weißwurst

301/16: Gastritik: Currystation 36 an der Otto-Suhr-Allee 36, Charlottenburg – ein Systemvergleich #Wurstfress

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Weil ich keine negativen Kritiken mehr schreibe, lasse ich das in solchen Fällen. Allerdings verdient der Besuch hier doch Erwähnung. Lehnt sich doch der Name an ein überregional bekannt gewordenes Berliner Wurstvorbild nahe an. Also darf uns das nicht Wurst sein.

(Agentur wurstfress) Auftragsgemäß vermutlicher Leser frage ich beim Besuch gezielt nach: Ich hatte vor einiger Zeit gehört, es gab einen Gerichtsstreit, wenn ich nicht irre, beim Berliner Landgericht. Wurstmaxe gegen Bratmaxe. Es ging aber nicht um die Wurst, sondern um die Pelle. Darf sich ein zweiter hier in Berlin nennen, wie Berlins erster? Ich höre: Curry 36 bezieht sich auf SO 36, Berlin-Kreuzberg, alte Postleitzahlen-Nomenklatur. Currystation 36 bezieht sich auf eine Hausnummer. Das gibt wettbewerbsrechtliche Unterschiede? Überprüft habe ich den Thekentalk nicht. Und auch das ist unüberprüft: Hieß die Currystation im Zeitpunkt des Rechtsstreits auch Curry 36 und deswegen?

Dann wäre die Namensänderung doch durch juristischen Streit entstanden.

Dies alles hat aber mit der Currywurst an und für sich wenig zu tun, um die es mir geht, wenn ich Hunger habe zu speisen unterwegs. Ich gebe aber zu, dass genau dies meine Beweggründe waren, hier anzuhalten. Ich wurde zufällig drauf aufmerksam, weil ich ja immer mit etwas Abneigung auf diese Straßenecke gucke: Gegenüber ist das Scientologen-Berlingebäude.

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Ausflüge nach Gut Hesterberg (Serie)

296/16: Gastritik: Ausflüge nach Gut Hesterberg in Neuruppin-Lichtenberg (Brandenburg)

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Im Rezensionen-Sprengel auf Yelp ist es ein Meinungsgequengel.

Großstädter rasen aus Hamburg oder Berlin davon und von der Autobahn direkt aufs Landgut nach Neuruppin-Lichtenberg und beckmessern herum. Haben Dinge auszusetzen, wie auf ‚ner Kräuterwiese halbseidener Argumente. Sie wissen mehr, sind intellektuell verkopft, aber leider nicht profunde Kenner. So sind Städter: Sie wissen immer alles besser. Meckern essen Seele auf.

Dabei lässt sich das Gut Hesterberg gar nicht vernünftig inhaltlich angreifen.
Das tut René K. aus Berlin, er schreibt (1 Stern): Wenn schlechte Qualität und lange Wartezeiten, dann hier! 0 Sterne wären gerechtfertigt.“ Und das war auch schon die Rezension. Was für ein dummer Beitrag, der den Rädelsführer des Bösen selbst entlarvt, nicht aber die mangelnde Qualität engagierter Landwirtschaft. Den Beitrag habe ich gemeldet als ein fieses Foppen! Der Leser.

Der fiese Möpp, immer hübsch anonym Verrisse schreiben und nicht einmal merken, dass man auch das nicht kann. Was soll´s?

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Fenchelsalami, italienisch

290/15: Gastritik: Die Trattoria Fidelia in der Lüneburger Str. 390 liegt absolut unscheinbar. Das Essen hingegen…

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Silouetta della Romancia!

Auf yelp fand ich gemeldet, dass dieser Ort geschlossen sei, also nicht mehr geöffnet. Das trifft nicht zu: Ich habe yelp unterrichtet. Und ich werde diese Gastrokritik (Gastritik) teilweise auch auf yelp veröffentlichen, um dem Restaurant meine berechtigte Kritik angedeihen zu lassen. Denn schließlich fragte mich eine zarte Pflanze namens Vero, ob man den Saftladen empfehlen könne? Um es kurz zu machen: Man kann. Und sollte es auch.

Ich habe eine virtuelle Freundin namens Veronika, die mich nicht versteht. Wir führen eine elektronische Fernbeziehung. Sie versteht meinen Humor nicht.

Deswegen habe ich mir heute Vormittag vorgenommen, ihr etwas aufzuschreiben, das spaßfrei und frei von Mistverständnissen ist. Es geht um den Faktor Weiterempfehlung. Ist das Restaurant gut? Also: Würdest Du einen Besuch dort empfehlen?

Und ich so, Augenbrauen hochzogen, Augäpfel rollend: Ja. Ja-hahhh!

Dabei hat alles ganz verständnisfehlerfrei angefangen und nur weil es schriftlich da stand auf der Prinzenrolle meines sozialen Netzwerks Facebook, der Timeline, hat sie angefangen, es in Zweifel zu ziehen. Sie fühlte sich verar…. – Doch das ist eine andere Geschichte.

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Serie: Thai Elephant, Berlin-Charlottenburg

286/15: Foto: Restaurant Thai Elephant, Berlin-Charlottenburg

283/15: Gastritik: Die Dünenklause auf Spiekeroog, falsche Fuffziger und quengelnde Gäste

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Vom gut Essen gehen zu erzählen, ist zuweilen hakig und ösig. Mit etwas Pech ölig und wenn Gäste unzufrieden sind nölig. Solche Gäste habe ich erlebt. Und mir gehen ihre Attitüden und ihre schlechte Benimmse ziemlich auf den Senkel.

Der erste ist Familienvater in der inzwischen dritten Generation, Opa, und er hat Tafelspitz mit Meerrettich gehabt. Der Ober räumt ab und fragt: „Waren Sie zufrieden?“ Opa sagt als einziger: „Nein.“ Ober fragt nach: „Was? Warum?“ und „Sie können es mir sagen, dann kann ich es ausrichten in der Küche?“  Ich drehe mich um, schaue Opa an, er guckt so verkniffen. Er bemerkt es. Jetzt fängt er an, herum zu stottern. Er will nicht heraus mit der Meinung. Der Ober setzt nach: „Vielleicht kann ich es ja wieder gut machen?“ Vernünftiges kommt nicht aus Opas Maul. Es ist vollgestopft. Der Teller ist blitzblank sauber. Artig alles aufgegessen.

Generation Trümmermann: Man lässt nichts liegen. So ist das aber nicht in Ordnung. Man lässt etwas zurück gehen, wenn es nicht in Ordnung ist. Opa. Komm. Schweig. Übellauniger Zeitgenosse.

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274/15: Gastritik: Das japanische Sushi-Restaurant „Sayuri“ am Kurfürstendamm in Berlin-Halensee

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Grüne Erbsen mit Wasabi

Grüne Erbsen mit Wasabi

Erstklassig. Kult die Bedienung: Lustiger, etwas zerstreut wirkender Japaner. Zu dritt Sushimehrteiler genossen, Genossen. Gehe wieder hin, auf jeden. – Was einen Japaner ausmacht, der Sushi kredenzt? Witzigkeit.

Kennt keine Grenzen. Wusste aber auch Hape Kerkeling schon, der Gelegenheitsberliner aus Wilmersdorf. Die Summe der Kommentierungen ist nicht das Problem, um zu entscheiden, ob ein Restaurant gut ist oder schlecht. Die Einzelmeinung ist das Problem, und wenn sich der Kommentar herausschält aus der Situation, in der sich die öffentliche Meinung befindet.

Meine Meinung ist positiv. Das japanische Interieur ist karg und von großer Edelheit, Noblesse. Die Mitarbeiter sind super, aus verschiedenen Gründen. Am Kudamm gelegen, eher sehr klein, kommt eine Mitarbeiterin herein von der Straße zum Dienst und begrüßt erst einmal uns drei, die wir hier gerade Platz genommen haben. Ich erstmals.

Wir drei sind uns einig, dass es etwas mit einem macht, wenn eine freundliche Ansprache erfolgt und man als Gast wiedererkannt wird. Ich ja nicht, ich war das erste Mal dort. Die Sushis auf der Karte sind übersichtlich sortiert. Ich bin kein ausgesprochener Großschwätzer und Kenntnisaffe, ich nutze Karten, um mich grob zu orientieren, ich weiß, was ich will, heute Thunfisch und Lachs-Rollen, zwo mal acht Stück, Wasabi und Ingwer dazu, einen Ingwer-Limetten-Tee. Mein Problem ist, dass ich gelegentlich hobbyartig schriftstellere: Ich habe teils zu viele Bilder im Kopf, Situationen, Einrichtungen, Gegenstände, kleinste Begebenheiten. Warum die Chemie am gestrigen Abend für mich so stimmig war, so stimmte? Okay, ich erklär´s.

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