332/17: Rezept: Tatar vom Rind

Tatar (englisch und französisch steak tartare), oder Schabefleisch ist Hackfleisch vom Rind, das aus hochwertigem, sehnenfreiem und fettarmem Muskelfleisch wie Filet hergestellt wird und feiner zerkleinert ist als einfaches Rinderhackfleisch. Als Gericht wird es meist roh als Beef- oder Hacksteak Tatar zubereitet. Das Gericht ist nach dem asiatischen Steppenvolk der Tataren benannt, denen damals noch nachgesagt wurde, sie hätten früher rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln mürbe geritten und anschließend verzehrt. (aus Wikipedia)

Ich habe schon mehrfach das Thema Tatar gestriffen.

Ein richtiges Rezept habe ich bislang noch nicht veröffentlicht.

Ist vielleicht auch gar nicht erforderlich. Ich kann ein Geheimnis verraten: Da draußen gibt es ein gut lesbares Internet aus mehreren Milliarden Webseiten und viele taten es bereits vor mir. Wenn ich dennoch versuche, ein Rezept niederzuschreiben, dann eher so aus meiner Sicht auf dies Rezept. Denn sicher mache ich es punktuell anders. Weswegen ich nicht zum Nachahmen rate. Ein jeder, wie es ihm gefällt. Bzw. ihr.

Ich wähle zur Annäherung an das Thema ein Sammelsurium aus Realität und Fiktion. Ich habe Dinge schon gemacht. Andere habe ich mir erst vorgenommen.

Zutatenliste (für 2 Personen)

  • 350 bis 400 g frisches Rinderschabefleisch von bester Qualität, vorzugsweise nicht aus dem Supermarkt, ruhig etwas teurer
  • fünf bis zehn Sardellenfilets aus dem Öl (im Glas) – Sie ersetzen mehr oder minder das zu verwendende Salz und konkurrieren damit.
  • Verschiedene Gewürze im eigenen Belieben, wie z.B. Salz (nicht zu viel), gestoßener Pfeffer (schwarz und weiß), Curry, süßes Paprika, scharfes Paprika, Cheyenne-Pfeffer, fein austariert und mit wiederholtem Zubereiten langsam dosisgesteigert, bis auf „den Punkt“
  • bisserl Zitronensaft (1 EL), evt. frisch gepresst, ersatzweise weißer Essig
  • etwas Olivenöl (2-3 EL)
  • Worcestershire-Sauce, die beste heißt Lea & Perrins und kommt aus England – Hinweis: Maggi ist dafür sicher kein Ersatz
  • bisschen Senf (1 bis 2 EL), erlaubt ist Düsseldorfer Löwensenf (scharf rot), Dijon, aber auch (eventuell mehrere Senfsorten) Ammerländer süßer Senf (Weißwurschtsenf) oder körniger, bitte nicht übertreiben
  • sehr, sehr frische Hühnereier aus vorzüglicher Haltung (das Eigelb)
  • 1 oder 2 rote Zwiebeln (auch weiße sind erlaubt, kein Dogma)
  • 1 Glas Kapern (vorzugsweise nicht Salzkapern) ohne oder -wer will- mit Kapernflüssigkeit
  • 1 bis 2 EL Ketchup mit hohem Tomatenmarkanteil (z.B. Curry36-Ketchup) oder Tomatenmark

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331/17: Video: Die Wahrheit über Ketchup – Bockwurst und Brause. Tomatenketchup oder Tomatentod? Eine Sachaufklärung.

Tomaten mit Salz & Pfeffer

Tomaten mit Salz & Pfeffer


Die Wahrheit über Ketchup – Focusonline (via Youtube)

Der Farbstoff Lycopin bekämpft Freie Radikale im Körper. Auf diese Weise kann Lycopin vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen. Und apropos Freie Radikale: „Haschisch, Koks und Lycopin für ein freies Westberlin!“ (Früherer Rüttelreim, geringfügig an den Zeitgeist angepasst)

Schon bei der Überschrift melden sich Bedenken in mir und an und pfirsich. Ich bin empirisch interessiert. Die Kernfrage: Wie viel Zucker ist in Ketchup? Denn Zucker ist verfemt, ungesund, kandiert, borniert, es wird gern sachariert, künstlich gezuckert. Wenn wir uns ein semantisches Internet denken, fällt uns nicht schwer, die Frage in Google einzutippen und die (einfache) Antwort überrascht: 22 g Zucker sind in 100 ml gewöhnlichen Ketchup. Ganz schön viel.

Zucker ist verteufelt. Verteufelt gut, weil ihn alte Tanten lieben, zum Beispiel als Zuckerguss auf einem Amerikaner. Wer nicht weiß, was ich meine, gugelt nach Essen mit dem Namen Amerikaner. Frankfurter, Wienerle, Berliner oder gar Schwäbische Maultaschen, nicht -helden, gibt es, aber das ist alles wenigstens wenig zuckerverdächtig. Die Amis aber machen fett.

Ich schweife nicht ab.

Focus Online, der inzwischen etwas nervige Versuch, dem Spiegel das Wasser abzugraben, besteht heutzutage überwiegend nur aus Popup-Fenstern: Willst Du auch facebook-Fan werden? NEIN! Will ich nicht. Auch das Video und die daraus entnommene Überschrift „Die Wahrheit über…“ ist irreführend, denn Wahrheit kann ich kaum erblicken. Die wichtige Frage aber beantwortet sich mir. Zuviel Zucker im Ketchup, das ist sozusagen mainstream, also überwiegend und weit verbreitet. Zuviel Zucker im Ketchup ist Industrie-Standard.

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330/17: Essen gehen: Es ist zu spät zum Hering essen in Zechlinerhütte am Bikowsee – Die Sache ist gelaufen. Mit gutem Erfolg.

#Heringsfest #Fasssauna #HausAmBikowsee #Zechlinerhütte

Am Wochenende vom 18. März 2017 stand im brandenburgischen Zechlinerhütte die Gefolgschaft unter Fischers Fuchtel.

Das Haus am Bikowsee hatte zum Heringsfest offiziell geladen. Eine halbe Tonne Hering von der Küste karrte man in das unweit von Rheinsberg gelegene, beliebte Ausflugsziel (Zielgruppe Gott und die Welt) ran: Hering satt. Jeder Besucher 10,- €, schließlich müssen die Kosten des Fischspektakels gedeckt sein. Sättigungsbeilage? Kartoffeln. Nun war es gut besucht und mit etwas gutem Willen und ordentlich Hunger ließ sich die Sache gut angehen, auch wenn es mächtig stürmte. Nennt man das Frühjahrswinde?

Vom Winde verweht. Auf der Zunge zergeht … Fisch von der Küste…, den hier heute alle sehr schätzen. Im Bild zu sehen ist Räucherrollmops, der nicht säuerlich, sondern rauchfarben schmeckt und irgendwie schwanger. Rauchgeschwängert, vom Holz, geräuchert im Smoker. Wie nennt man das, wenn der Smoker aufgemacht wird und Rauch quillt übers ganze Grundstück und verzieht sich Richtung Bikowsee?

Bange machen gilt nicht. Und richtig: Smoke On The Water. Wir stehen am Ufer und headbangen, vor Vergnügen. Dies Wetter hier draußen, es hat noch Konturen, Ecken und Kanten. Paar Andere quietschen. Die Schwarzgepunkteten, paar Schweine, hinten im Gatter, die auch: Vor Lebensfreude. Das einfachste Gitarrenrockstück der Weltmusikkulturgeschichte einer Band namens Deep Purple. So bisserl purplefarben ist auch das Heringsinnere, wenn man ihn aufschneidet, von innen, es ist eine Freude.

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329/17: Let Them Eat ‚Currywurst mit Pommes‘ – An der Ecke bei Wulle! Die Nr. 1 aller Imbisswagen auf der Residenzstr., Reinickendorf

Let Them Eat: #CurrywurstmitPommes

Hier an der Ecke ist Reinickendorf pur. Das Straßeneck Residenzstr./Ecke Stargardtstr. ist eine Kiezrepräsentativum. Es steht (und fällt) für eine Gegend, in der wir uns heute hier befinden.

Hier steht einer der in Berlin weniger werdenden Imbisswagen mit Interessenschwerpunkt Curry mit Pommes und „Wollen se ne Wurscht?“. Ich bin wie ein geölter Blitz im Tagesgeschäft unterwegs, aber natürlich bemerke ich auch in mir ständig eine Art Wander- und Orientierungsbewegung. Ich frage mich, wo das alles noch enden soll mit dem fliegenden Wurstgeschäft? Vielleicht sterben die am Ende aus, weil Essen wie dieses keine Zukunft hat? Es wird überall Gemüsedöner geben und Vegetarisch-Arisches (mit strengem Herkunftsnachweis). Mit Zurückverfolgungsgarantie bis in die Generation Vorfahr der Rüben, Ranunken und Steckapfelgemüsen. Aber ich suche mein Glück.

Currywurst mit Pommes, das ist inzwischen so besonders und daher der Erwähnung wert, wie die typische Berliner Eckstampe, die Kneipe mit dem Kindl-Logo vornedran, wo man noch rauchen darf. Nicht dass es einen sonderlich da hinzieht. Die meisten Menschen gehen inzwischen an Kneipen vorbei. Nur Musiker nicht. Der eingeübteste Musikerwitz aller Zeiten lautet: Gehen zwei Musiker an einer Kneipe vorbei. – Schenkelklopfer.

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328/17: Let Them Eat This: #Minestrone

Let Them Eat: #Minestrone

Minestrone ist weltweit vernetztverteilt in aller Munde. Z.B. bis nach Brasilien: Rua Dona Anita Costa, 18, Vila Voturua, São Vicente, SP,  Hier heißt ein Restaurant so.

Die gemüsige Suppe ist Chefsache:

Weswegen sie von den wichtigen Bossen und Bossinnen der Welt genderneutral Adminestrone genannt wird.
Genau dies Wort lässt sich ab heute googleln.

Eine große Sache, riesig, diesig, ein männlicher Kavents: Beachte aus Gründen der Karenz beim Suchen Latenz.

Erst einmal aus Fortbildungsgründen muss Google nun noch die Algorhythmen neu tanzen. Rhythmisch.

Weil ich da immer mitmisch.

Weiter arbeiten…in der Gemüsekombüse!

Weiterführend

327/17: Let Them Eat This: #Handkäs

Let Them Eat: #Handkäs

Den muss man ein paar Tage bei Zimmertemperatur vor sich hinreifen lassen – im Sommer aber lieber nicht so lang…Genau, das ist eine meiner aktuellen Überlegungen. Ein Stück war kurz auf dem Ofen. Das ist aber zu kurz gedacht, hier muss man Slowfood-Maßstäbe ansetzen und das Ding tagelang zurechtreifen lassen, schätze ich. Oder dem afrikanischen Spruch huldigen: Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Es ist letzten Endes wie mit Hefe: Man muss den Harzer Roller gehen lassen.

Oh Kult! Okkult und von der Rolle. Harzer Roller!

Handkäs mit Musik. Wer sein Essen auf facebook & Co. postet, den befällt bald eine Gewissheit: Handkäs mit Musik ist in aller Munde.

Zumindest was die Klicks und Likes angeht.

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326/17: Let Them Drink This: Espresso Macchiato

Let Them Drink #EspressoMacchiato


Italy vs Europe

Was die Italiener angeht und ihren Erfindungsreichtum, das Leben zu bewerkstelligen, ist das (alte) Video oben kenntnisreich und bringt die Normalität ein Stück weit auf den Punkt.

Bitte beachtet ab 03:38 min. die notwendigen Feinheiten zum Kaffeegenuss.