315/16: Rezept: Rinderbrühe, Rindersuppe & Co.

Klassisch: Rindfleischsuppe mit Wirsingkohleinlage
Klassisch: Rindfleischsuppe mit Wirsingkohleinlage

Rinderbrühe, Rindersuppe & Co. sind Protagonisten bestimmter Jahreszeiten. Gemein sind niedertemperaturige, der Herbst, der Winter. Weniger Frühling, Sommer.

Für die Zubereitung kann man Zutaten variieren und das ist auch gut so. Im Sinne einer denkbaren Zutatenliste verstehe ich die nachfolgenden Angaben, die ich für meine eigene Organisation von bemühter Küchenarbeit aufstelle.

Fleisch
Gemüse
Gewürze

sind Kategorien, innerhalb derer variiert werden kann. Die höchste Kunst ist m.E., die Zutaten nicht zu überbetonen und alles im richtigen Gleichklang zueinander zu verwenden. Das lässt sich nur mit Experimentieren zuverlässig feststellen. Viele Köche haben unterschiedliche Erfahrungen. Mir geht es nicht darum, die genaue Zutatenmenge und Zufügung genau vorzuschreiben. Vielmehr ist die nachfolgende Liste ein Brainstorming zum Gericht.

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314/16: Gastritik: Brotkrumen bleibt Brotkrumen, Brotkanten, krokantes, mokantes Brotkorngekörb never really disturb.

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Brotkrumen bleibt Brotkrumen, Brotkanten, krokantes, mokantes Brotkorngekörb never really disturb.

Ich als Mensch kann nicht immer lauter so Sachen schreiben, als bestände das Leben aus Rezension. Bin weder reich, noch Ranicki. Bewertung, Abwertung, Aufwertung sind Schuhe verschiedener Schuhträger wie Sandaletten mit weißen Tennissocken oder Doc Martins mit Stahlkappen. Ich verreiße Orte nicht, bleibe ihnen gewogen. Wenn sie Charme haben. Sind sie schlecht, schreibe ich gar nichts über sie. Das haben sie nun davon. Aber deswegen liest Du nun doch was. Ist einfach.

Was meinen Besuch am Freitagmorgen des 30. September in der Kaffeerösterei angeht, so handelte es sich um einen gewieften Tipp der Charlottenburger Kiezgröße Olaf Maske, der Am Bahnhof Westend 2 ein hoch- und branchenweit sehr geachtetes Spezialgeschäft für Audio-, Licht- und Veranstaltungstechnik à la bonne heure betreibt. Ich weiß im Grunde Bescheid, wo ich frühstücken gehen kann am Puls der Charlottenburger Kiezlunge. Für diesen einen speziellen Moment, Ende September, weiß ich einzuwenden, im benachbarten Brotgarten gibt es keine Wurst. Ich will Schinken, Salami, am besten luftgetrocknet, und auf jeden Fall ein Frühstücksei. Olaf sagt: „Geh in die Kaffeerösterei, die machen das.“

Ich kannte den Laden nicht, vielleicht ist er neu da. Mann weeß et nich.

Eine Kaffeerösterei, das klingt so ein bisschen wie Osteria, fein, nach was Besserem. Keine Trinkhalle oder Stulle mit Brot. Mit klaren Kanten. Brot gibt es auch. Mir gefällt nicht, aber ich vergaß meinem absoluten Bediener ggü. zu erwähnen: Lieber kein Schwarzbrot, wie Pumpernickel, so körnern. Es ist in der Überschrift dieser Rezension.

Draufgelegt sind auf mein mediterranes Frühstück Dinge, die ich mag. Eine Art Fenchelsalami, italienisch. Ein hübsch anzusehender, saftiger Schinken. Ein grünes Pesto. Zerfledderter Käse. Der Laden ist wie das Frühstücksbesteck klasse gemacht. Übersichtlich, stilecht und beeindruckend. Das Kaffeeröst-Ungeheuer steht ungeheuer präsent hier mitten im Raum. Eine große Entlüftungsanlage ist angeschlossen. Das wäre Folter, hier zu wohnen: Ein Kaffeewrasen, eine Blume vom Geruch frisch gerösteter Kaffeebohnen, ich würde bestimmt wahnsinnig werden. Und Junkie. Smells like Team Spirit. Oder Prince: “You’re so good, Baby, there ain’t nobody better. So you should never ever go by the letter, you’re so cool, everything you do is success. Make the rules, then break them all ‚cos you are the best, yes you are Cream, get on top:” ♪♫♪♫♪ Gott bewahre Prince. Und mir all meine Erinnerungen.

Wahrscheinlicher ist, sie haben einen Aktivkohlefilter. Mist.

Das Brötchen ist knackig frisch, immer wieder stiebeln ein paar Kunden hinein, es gibt einen Tresenverkauf. Der Laden ist maskulin. Lauter schöne Männer hier, keiner ist zu dick, niemand zu unrasiert und keiner auffällig farbenfroh gekleidet. So geht Understatement.
Nein, der ganze Laden ist saumselig, wie geschaffen zum saumseligen Verbleib, zum Nachhängen mit Gedanken an den letzten Abend oder als Rüstzeug und Eröffnungsrunde, um einen erfolgreichen Tag krachen zu lassen. Die dezenten Männer, die immer noch mal nachfragen, ob alles recht war? Richtig.

Ich komme hier auf jeden Fall noch einmal wieder.

Für das zu hartgekochte Ei aus Gründen gibt es einen Punktabzug von einem Stern und nachrichtlich ist auch das zweite, noch nachbestellte Frühstücksei zu hart gewesen. Ich hätte mir da die gekochte genaue Mitte zwischen „hart“ und „noch weich“ gewünscht, wo am Rand das Eigelb schon so´n bisschen angecruncht ist, also eine Tendenz zum harten zeigt. Man kann nicht alles haben. Summse summarum habe ich fünf Sterne vergeben. Mehr bin ich nicht bereit zu gewähren.

Weiter so. Und danke für diesen guten Morgen.

(Dieser Artikel erschien zeitgleich auf yelp.de)

313/16: Foto: Himbeeren

#Himbeeren
#Himbeeren

Beim Versuch, diesen kurzen Artikel anschließend zutreffend zu verschlagworten, treibt mir der Vorschlagemodus meines Blogs Schabernack. Früchte, das kam bislang hier noch nicht vor, finde ich heraus. Also addiert das Tag „Früchte“ sich seltsam immer wieder auf Meeresfrüchte. Einen Moment denke ich, ich sollte die Himbeeren als Mehresfrüchte verschlagworten, doch dann gebe ich den Gedanken wieder auf. Zu skurril. Das kann sich ja keine Sau merken. Wenn’s auch stimmt.

Ich trieb mich gestern kurz auf der Kaiserin-Augusta-Alle an der Bezirksgrenze zu Charlottenburg herum, ich erinnere, es war Hausnummer 90. Dort gibt es einen Gemüse- und Obstladen, der auch asiatische Lebensmittel führen will.

Die überzeugten mich kurz gesagt nicht sehr, als ich dort anhielt, um interessehalber das Warenportfolio zu inspizieren.

Die Preisauszeichnungspflicht hat mich allerdings etwas überrumpelt. Da standen so Körbchen voll mit gutgeratenen Himbeeren und ich befand, sie seien es würdig, gekauft zu werden. Für 1,59 € groß ausgepreist, suchte ich 1,59 € zusammen. Um beim Bezahlen schließlich 4,- € hinzublättern. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Der Preis zeichnete den 100 g-Preis aus, und die Schale enthielt deutlich mehr als 100 g. Machte aber nichts: Ich genoss sie sehr, stante pede, auf dem Bürgersteig.

Später tauschten einige via Facebook meine Erfahrungen mit mir und befanden: Himbeeren sind gut. Him oder her? I love her, das weiß ich seit den beatles. Aber her-Beeren kann man sie nicht nennen und es ist auch nur für Gerüchtetreiber interessant zu hinterfragen, ob Himbeeren eher „him“ oder „her“ gefallen. Im Unterschied zu vielen Männern, die sich kaum was draus machen, verehre ich die Himbeere an und pfirsisch.

312/16: Foto: Let Them Eat This #Pictuality

Let Them Eat This. (Schriftzug)

Let them eat this. Friß. Oder stirb.

Der Modus Galerie als Vorschaufenster auf etwas Fertiges zu essen.

Der Punkt nur: Es ist noch nicht fertig gekocht. Nur die Zutaten sind zu sehen, in den drei Bildern.

Nun muss der Leser auch Dichter werden, im Kopfe: Sich seinen Reim machen.

Ob dabei was abfällt, was Hunger macht?

Tja.

311/16: Foto: Für sowas kaum noch Zeit! – Ab aufs Land. #LiedDesTages

Vegetarian Sundance (png)


Hochgeladen am 06.07.2011: Rainald Grebe und die Kapelle der Versöhnung aus dem Album „Zurück zur Natur“

Das passiert nur Bloggern. Keine Zeit haben und dann sowas.

Fotos bearbeiten, als Platzhalter, für eventuelles, wie z.B. das wachsende Thema Jemüse. Im Jrünen gezogen, geerntet, Du willst Ernstens Landleben. Na eben.

Rainald Grebe hat’s beschrieben. Bitte sorgfältig zuhören, so Anarcho wie er es tut, kann niemand diesen ganzen Wahnsinn beschreiben.

Herr Grebe: Als gräben wir den Graben um. Mein Chapeau.

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